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AMT ENTLEBUCH: Holzforum hat sich gut entwickelt
04.02.2010 Vor der GV des Vereins Unesco Biosphäre Entlebuch am 27. Januar hielt das Holzforum seine Jubiläums-GV ab. Sein zehnjähriges Bestehen wurde stimmungsvoll gefeiert.
Walter Küng
Es war just der 27. Januar 2000, als das Holzforum der Unesco Biosphäre Entlebuch gegründet wurde. Ein Monat zuvor hatte der Sturm Lothar riesige Schäden an den Wäldern verursacht. Das Forum setzte sich zum Zweck, den Rohstoff Holz als Baustoff und als Energieträger im Bewusstsein der Bevölkerung stärker zu verankern. Gleichzeitig war es sein Bestreben, die Holznutzung im Entlebuch zu fördern, neue, zertifizierte Produkte auf den Markt zu bringen und eine möglichst hohe regionale Wertschöpfung zu erzielen. In den zehn Jahren seines Bestehens hat das Forum zahlreiche Aktivitäten rund um das Holz lanciert, so durch Referate, Ausstellungen an der LUGA, die Schaffung besonderer Attraktionen wie das Spinnennetz «Wurzilla», das Rednerpult EntleBUCH oder die UBE-Sitzbank. Ebenso hat man sich um Dienstleistungen in der Wald- und Holzbranche gekümmert. Dazu gehört die Zertifizierung von rund 3200 Hektaren Wald, wofür der Geschäftsführer Roland Stalder zuständig ist. Laut Nationalrat Ruedi Lustenberger fungiert das Forum mitunter auch als Bindeglied zwischen Behörden und Waldbesitzern. Heute setzt man sich vermehrt auch im Bildungssektor ein durch Betriebsführungen und Referate für Schulklassen und Besuchergruppen. Gut gestartet ist das Angebot der Bio- sphärenschule «Holz(k)reise – vom Baumkeimling bis zum Vogelhaus». Ebenfalls aufgegleist ist ein NRP-Projekt «Kompetenznetzwerk energieeffizientes Bauen mit Holz in der Region Luzern West». Im Anschluss an die GV trafen sich Mitglieder und Gäste trotz kühler Witterung im Freien zum Apéro mit Punch oder Glühwein und Fondue aus dem Kupferkessel von Käsermeis- ter Xaver Suter. Quantensprung statt kleine Schrittchen Das Team des Managements orientierte eingehend über laufende und künftige Aktivitäten in der UBE. Direktor Theo Schnider rief in einem flammenden Appell dazu auf, nicht stehen zu bleiben und sich Gedanken zu machen, wo die UBE im Jahre 2020 stehen soll. Kleine Schrittchen genügten nicht, notwendig sei ein Quantensprung, denn, was bisher geschehen sei, werde inzwischen auch anderswo praktiziert. Vereinsausflug vor die Haustüre Die Generalversammlung des Vereins UBE unter Leitung von Gudio Schumacher genehmigte alle traktandierten Geschäfte, unter anderem die Jahresrechnung 2009 mit einem Gewinn von 600 Franken und das Budget 2010 mit einem Aufwand und Ertrag von 58’800 Franken. Das Tätigkeitsprogramm 2010 sieht vor, im Jahr der Biodiversität zur Renaturierung der Privatgärten aufzurufen. Einheimische Vereine will man ermuntern, ihren Ausflug innerhalb des Entlebuchs zu unternehmen. Der Mitgliederanlass soll am 4. September stattfinden, und zwar als Moorerlebnis. Man denkt ferner an eine Arena zum Thema «Wolf». Mit Applaus quittierte die Versammlung die Mitteilung, der Biosphärenpreis von 5000 Franken gehe 2010 an Martin und Corinne Zemp im Ebnet, den Herstellern der «Schintbüel-Glace». Claudia Hoch-Rieger aus Entlebuch und Caroline Rüegg, Sörenberg, wurden neu in den Vorstand gewählt. Aus dem Gremium war Peter Böbner zurückgetreten. Aus beruflichen Gründen stellte sich Guido Schumacher nur noch für ein Jahr als Präsident zur Verfügung.
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