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Gemeindeversammlung stimmt knapp zu
BRENZIKOFEN: Die Feuerweht Brenzikofen schliesst sich Heimberg an
03.12.2009 Die Gemeinde Brenzikofen schliesst die Feuerwehr jener von Heimberg an. Der Entscheid löste an der Gemeindeversammlung Diskussionen aus und fiel entsprechend knapp aus.
• Silvia Ben el Warda-Wullschläger
Das Geschäft, um das es im Traktandum «Organisationsreglement – Beratung und Genehmigung Änderungen» ging, war brisanter als es der Titel vermuten liess. Der Gemeinderat wollte den 70 Anwesenden beliebt machen, die Feuerwehr Brenzikofen jener in Heimberg anzuschliessen. Bereits am 20. Oktober informierte der Gemeinderat die Bevölkerung über sein Ansinnen. «Die kleinen Feuerwehren werden von Seiten der Gebäudeversicherung finanziell immer mehr unter Druck gesetzt», erklärte Gemeindepräsident Ernst Wüthrich. Eine kleine Feuerwehr wie Brenzikofen könne diese Anforderungen weder personell, noch maschinell oder finanziell erfüllen. Ihr drohten deshalb Beitragskürzungen oder gar eine Zwangsfusion von Seiten der Gebäudeversicherung (GVB). Feuerwehrleute bleiben im Dorf Ein weiterer Grund für den Anschluss sei, dass es immer schwieriger werde, Leute zu finden, die bereit seien, in der Feuerwehr Verantwortung zu tragen und sich entsprechend weiterzubilden. Weil die Feuerwehren Brenzikofen und Heimberg bereits seit Januar 2004 zusammenarbeiteten, sei es naheliegend, sich nun dort ganz anzuschliessen, sagte Ernst Wüthrich. Das Kommando wäre neu in Heimberg, in Brenzikofen würde ein Einsatzleiter mit zirka 20 Feuerwehrleuten den Ersteinsatz im Dorf gewährleisten. Übungen würden weiterhin hier stattfinden. Der Anschluss kostet pro Einwohner etwa 70 Franken, so sieht es der Vertragsentwurf vor. «Im Gegenzug wären für uns damit sämtliche Neuanschaffungen gedeckt, so etwa auch die Brandschutzjacken für 28’000 Franken, die wir nächstes Jahr zwingend anschaffen müssen.» Warum nicht mit Oberdiessbach? Dem Ansinnen des Gemeinderates erwuchs aus der Versammlung Opposition. Kritisiert wurde weniger die Tatsache, dass die Feuerwehr bei einem grösseren Partner angeschlossen wird, als vielmehr die Frage bei wem. «Warum nicht mit Oberdiessbach zusammen? Das wäre näher, und es besteht schon in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Schule eine gute Zusammenarbeit», meinten mehrere Votanten. Auch der Betrag von 70 Franken pro Kopf erschien einigen zu hoch. Schliesslich fiel sogar der Antrag, das Geschäft zurückzuweisen, was jedoch abgelehnt wurde. Gemeindepräsident Ernst Wüthrich wies darauf hin, dass man vor sechs Jahren auch in Oberdiessbach angeklopft habe, es aber zu keiner Einigung kam. «Mit Heimberg dagegen haben wir in diesen Jahren gute Erfahrungen gemacht.» Dies sah schliesslich auch eine knappe Mehrheit so, der Antrag des Gemeinderates wurde mit 36 zu 31 Stimmen (bei drei Enthaltungen) angenommen. Steuern werden gesenkt Die übrigen Traktanden waren weit weniger emotional und wurden deutlich angenommen. Der Voranschlag 2010 rechnet bei einem Aufwand von 1,5 Millionen Franken mit einem Überschuss von 6800 Franken, dies bei einer um einen Zehntel tieferen Steueranlage (neu 1,69). Weiter wurde die Amtszeitbeschränkung für sämtliche Kommissionen aufgehoben. Diese gilt weiterhin für den Gemeinderat (zwei Amtsdauern à vier Jahre). Wegen dieser Regelung muss Gemeinderat Stefan Blum per Ende Jahr zurücktreten. Sein Nachfolger ist Peter Widmer. Ebenfalls zurücktreten wird Silvia Huber. Sie wird ersetzt durch Hanni Pfander-Waber. Die übrigen Gemeinderäte (Peter Anderegg, Karin Briggen, Christian Lohri, Vreni Wüthrich) sowie Gemeindepräsident Ernst Wüthrich wurden wiedergewählt. In der Rechnungsprüfungskommission tritt Andreas Lehnherr zurück. Neu Einsitz nimmt Christoph Jaisli.
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