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LANDWIRTSCHAFT: Gefordert wird eine nachhaltige Landwirtschaft
23.10.2008 lid. Weg von der industriellen Massenproduktion, hin zur ökologischen Landwirtschaft mit Kleinbauern im Zentrum: Das fordern Schweizer Bauern-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Nur so lasse sich die Ernährungs- und Hungerkrise überwinden. Basis der Forderung von Swissaid, Brot für alle, Greenpeace und dem Schweizerischen Bauernverband (SBV) ist der Weltagrarbericht IAASTD, der eine radikale Umstellung der weltweiten Agrarproduktion fordert. «Die industrielle Produktion mit hohem Energie- und Chemikalien- einsatz ist nicht mehr zeitgemäss», zitiert die Nachrichtenagentur SDA Hans Herren, den Schweizer Ko-präsidenten des Weltlandwirtschaftsrates am vergangenen Dienstag. Die industrielle Massenproduktion habe weltweit bereits ein Drittel der fruchtbaren Böden zerstört. Nur wenn die kleinbäuerliche Produktion, ökologische Anbaumethoden sowie die lokale Vermarktung künftig ins Zentrum rückten, könne der Ernährungs- und Hungerkrise begegnet werden. Die vier Organisationen unterstützen diese Empfehlungen und erwarten von den Schweizer Behörden konkrete Massnahmen. So soll die weltweite Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung in allfälligen Verhandlungen gegenüber dem Freihandel Vorrang haben. Trotz Freihandelsverträgen müsse zudem die Versorgung der einheimischen Märkte im Vordergrund bleiben. Weiter soll ein fünfjähriges Moratorium für die Einfuhr von Agrotreibstoffen verhängt werden. Eine entsprechende parlamentarische Initiative wurde im Oktober eingereicht.
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