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WOCHEN-ZEITUNG FÜR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH
Freitag, 3. September 2010  
         
  LANGNAU:

16.12.2004 Die UMTS-Antenne in Langnau kann realisiert werden. Der GGR hat ein entsprechendes Postulat von Danielle Lemann abgelehnt. Doch bei der Abstimmung gabs Unstimmigkeiten.

jml. Danielle Lemann, SP Parlamentarierin im Grossen Gemeinderat, Langnau (GGR), reichte am 16. August zusammen mit 11 Mitunterzeichnenden ein Postulat ein. Darin forderte sie den Gemeinderat auf, zu prüfen, ob die Vergrösserung und Verstärkung der bestehenden Mobilfunkantennen und die dadurch schädigende Wirkung auf die Bevölkerung verhältnismässig sei zum reinen Luxus, der ein solcher Ausbau bedeute. Im Weiteren erklärte die Ärztin, dass in medizinischen Kreisen zunehmend Bedenken bezüglich dem Ausbau der bestehenden Anlagen aufkämen. Nun hat ihr der Gemeinderat geantwortet und dem GGR empfohlen, das Postulat für den Bewilligungsstopp abzulehnen. Die Begründung des Gemeinderates erläuterte Christine Röthlisberger. Die Konzession solcher Mobilfunkanlagen erteile der Bund. Zuständig sei der Regierungsstatthalter oder die Gemeinde. Da aber die Bewilligung ein komplexes Fachwissen verlange, würden alle Gesuche an das BECCO zur Beurteilung weitergeleitet. Der Regierungsstatthalter oder Gemeinde stütze dann den Entscheid auf den Fachbericht der BECCO ab. Eine Bewilligung könne nur verweigert werden, wenn der Gesuchsteller die Strahlengrenzwerte bezüglich nicht-ionisierender Strahlung nicht einhalten würde. Und dies sei in diesem Gesuch nicht der Fall. Die Gemeinde könne sich nur noch wegen der Ästhetik oder Zonenkonformität wehren und ein Gesuch ablehnen.

Kampf gegen Windmühlen
«Ich war mir im Klaren, dass ich wie ein ‹Löl› gegen Windmühlen kämpfen werde», sagte Lemann zu den Mitgliedern. Sie wolle aber nicht gegen die normalen Natels, sondern nur gegen die Umrüstung auf UMTS-Technik kämpfen. «Was bringt uns das für Fortschritte ins Emmental, wenn wir auf dem Handy einen Spielfilm oder ein Fussballspiel anschauen können»? Sie stellte auch die gemachten Studien in Frage. «Wer genug Geld hat, kann so lange Studien anfertigen lassen, bis eine positiv ist». Die Meinungen im Rat schienen gemacht und es kam zur Abstimmung. 15 Ja zu 11 Nein bei 10 Enthaltungen. Doch da wurde Ratspräsident Hans Peter Schenk stutzig. 36 Stimmen bei 35 Anwesenden. Da konnte doch was nicht stimmen. Also musste nochmal abgestimmt werden. 15 Ja gegen 13 Nein bei 8 Enthaltungen. Schon wieder eine Stimme zuviel. Also Abstimmung zum Dritten. 14 Ja, 13 Nein und 8 Enthaltungen. Nun war alles klar und das Postulat wurde zurückgewiesen.



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