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Golfclub Flühli spürt die Konkurrenz und sucht nach einer neue Lösung
Golfclub Flühli spürt die Konkurrenz und sucht nach einer neue Lösung Flühli: Die Chancen, dass man auch in Zukunft in Flühli Golf spielen kann, stehen besser als auch schon. Dies, obwohl die Konkurrenz durch andere Golfanlagen nicht eben klein ist.  

 


 

Während auf vielen Golfplätzen schon wieder die kleinen, weissen Bälle eingelocht werden, befindet sich die Anlage des Golfclubs Flühli noch im Winterschlaf. Auf den Greens sind noch nicht einmal die Löcher vorbereitet. Von der auf knapp 1000 Meter über Meer gelegenen Anlage sieht man auf verschneite Berggipfel, einzelne Skilifte im etwas weiter hinten gelegenen Sörenberg sind noch in Betrieb. Kein Wunder beginnt die Golfsaison in Flühli oft erst im Mai – und endet früher als im Unterland. Ein Grund, weshalb es nicht einfach ist, in Flühli einen Golfclub zu führen. Seit Jahren hat der Club mit schwindenden Finanzen und rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen. Heute gehören dem Club noch 170 Personen an; viele besitzen in Sörenberg ein Ferienhaus. Im Vorstand engagieren sich allesamt Auswärtige. Zum Präsidenten wurde kürzlich Daniel Wüthrich aus Langnau gewählt.  

Weniger Nachwuchs

Schweizweit nimmt die Zahl der Golferinnen und Golfer noch minim zu. Allerdings steigen weniger Junge in den Sport ein als früher. Bei der Association Suisse de Golf waren Ende Jahr 90’000 Mitglieder registriert, vor zehn Jahren waren es erst 50’000. Dass die Boomjahre vorbei sind, zeigt der Umstand, dass der nationale Verband in diesen Tagen eine grosse Werbekampagne lanciert. 

Wie sieht die Entwicklung bei den Clubs der Region aus? Beim Golfclub Emmental, welcher in Oberburg seit fünf Jahren über eine 18-Loch-Anlage verfügt, sei die Zahl der Mitglieder relativ konstant, erklärt Geschäftsleiterin Marianne Guggisberg. In der Schweiz gebe es mittlerweile über hundert Anlagen, die Zahl der Golfliebhaber steige aber nicht ins Unendliche, hält sie fest. In Oberburg sind auch viele Gäste auf den Greens unterwegs. Knapp die Hälfte seien Nichtmitglieder. 

Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Ähnlich präsentiert sich das Bild beim Golfclub Aaretal: Hier machen die Gäste rund 40 Prozent aus. «Es ist sicher ein Trend festzustellen, dass sich die Golfspieler vermehrt auf verschiedenen Plätzen so genannte Greenfees leisten, statt einem Club beizutreten», sagt David Wittwer vom Golfclub Aaretal. Um den Mitgliedern mehr Auswahl zu bieten, arbeitet der Golfclub Aaretal mit dem benachbarten Club Thunersee zusammen – aus Konkurrenten sind Verbündete geworden. In Kiesen wie auch in Thun bestehen Neunloch-Anlagen. Das Angebot einer gemeinsamen Jahresmitgliedschaft sei auf Interesse gestossen. 

Seit zehn Jahren kann man in Sursee golfen. Zu Beginn seien die Mitgliederzahlen logischerweise stark gestiegen, ist bei der Leitung des dortigen Golfparks der Migros zu erfahren. Nun sei der Zuwachs geringer, der Golfpark sei aber gut ausgelastet. Der Anteil der Clubgolfer wird auf zwei Drittel beziffert. 

«Wir sind eigentlich ein reiner Mitgliederclub», erklärt Roger Furrer Clubmanager beim Lucerne Golf Club. «Bei uns spielen sicher 95 Prozent Mitglieder.» Der Lucerne Golf Club, welcher 1903 gegründet wurde, ist seit 1921 auf dem Dietschiberg nahe Luzern beheimatet. Die Zahl der Clubmitglieder ist auf 450 begrenzt. Es bestehe zwar keine Warteliste, allerdings würden stets genug Anfragen eingehen, hält der Club-
manager fest. 

Von Wartelisten kann Daniel -Wüthrich als Präsident des Golfclubs Flühli nur träumen. Seit langem hat die Institution mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Mitgliederbeiträge zu erhöhen, ist nicht die Lösung. «Wir müssten den Jahresbeitrag derart erhöhen, dass dies nicht akzeptiert würde», sagt Wüthrich. Dabei kann man im Golfclub Flühli für verhältnismässig wenig Geld dem Sport fröhnen. Ein Einzelmitglied ab 30 Jahren bezahlt einen Jahresbeitrag von total 2301 Franken. Um sich in den Club «einzukaufen» sind einmalig Anteilscheine der Golfplatz Genossenschaft Flühli-Sörenberg in der Höhe von 2500 Franken zu erwerben. In anderen Clubs werden weit höhere Aufnahmebeiträge verlangt. 

120’000 Franken Pachtzinse

In Flühli sind die Golfplatz Genossenschaft und der Golfclub aneinander gekoppelt. Der Golfclub ist für den Betrieb und den Unterhalt der Anlage zuständig. Er hat mehrere Greenkeeper angestellt, welche sich um die Rasenflächen kümmern und führt auch das Clublokal samt Restaurant. Die Genossenschaft pachtet das Land; die Zinse belaufen sich auf 120’000 Franken pro Jahr. «Das Areal ist rund 45 Hektaren gross, wobei diese Fläche Golf- und Landwirtschaftsland umfasst», erklärt Daniel Wüthrich. Nachdem in Verhandlungen mit den Verpächtern keine Einigung habe gefunden werden können, drohte der Genossenschaft das Aus. Drei Tage vor der GV meldete sich ein Verpächter und bot an, nicht den Pachtzins zu senken sondern, gleich den Part der Genossenschaft sowie das Restaurant übernehmen zu wollen. «Diese Woche finden die Verhandlungen statt», erklärt Daniel Wüthrich. «Ich denke, dass alle motiviert sind, zu ermöglichen, dass man in Flühli weiterhin golfen
kann.» 


 

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