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«Lüthi ist begehrt – eine Klasse tiefer»

Das nennt man eine Klatsche! Über 13 Sekunden Rückstand hatte Lüthi am vergangenen Sonntag beim Grand Prix von Holland – wohlgemerkt nicht auf Marc Marquez, den WM-Leader und Sieger des MotoGP-Rennens, sondern auf Takaaki Nakagami. Der japanische Honda-Markenkollege, wie Lüthi ebenso ein Neuling in der Königsklasse der Motorrad-WM, belegte beim Töff-Klassiker in Assen den 19. und vorletzten Platz. «Das war kein Spass. Vom Start weg gab es nichts, was ich hätte tun können. Jedes Mal, wenn ich forcieren wollte, drohte die Maschine auszubrechen», erklärte Lüthi seiner brutale Niederlage. Der MotoGP-Rookie bleibt somit auch nach acht WM-Läufen (von 19) punktelos. Es ist wahrscheinlich, dass der Berner die Königsklasse nach einem Jahr wieder verlässt, in Richtung Moto2, in welcher er die beiden letzten Jahre Vizeweltmeister war. Lüthi, der im September 32-jährig wird, ist in der zweithöchsten Klasse der Töff-WM aufgrund seiner Erfahrung begehrt. Auch Hersteller MV Agusta wollte ihn verpflichten. Die Racing-Edelmarke feiert 2019 ihr Comeback, testet aber erst diesen Sommer das Rennchassis. Das fehlende Know-how ist mitunter ein Grund, weshalb Lüthis Manager Daniel Epp das Angebot ausschlug. Möglichkeiten gebe es einige, sagt Epp. Aber bleibt sein Schützling nicht in der MotoGP, komme bei einer Rückkehr in die Moto2 nur Material in Frage, welches Lüthi den Titelkampf ermögliche. Wahrscheinlich ist demnach, dass Lüthi zwar beim Team Marc VdS bleibt, dort aber eine Klasse tiefer die Maschine des derzeit WM-Fünften Joan Mir übernimmt. Der Spanier wechselt 2019 ins MotoGP-Werksteam von Suzuki. «Ende Juli, Anfang August dürfte die Zukunft von Tom klar sein», sagt Epp.

05.07.2018 ::
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