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Japaner auf bäumiger Exkursion
Japaner auf bäumiger Exkursion

Forstfachleute aus Japan waren im Kanton Bern zu Gast. Im Emmental erfuhren sie, wie ein Plenterwald entsteht und was man aus Holz machen kann. Auch entdeckten die Gäste Parallelen zu ihrer Heimat. 



«Bei uns sind die Wälder auch steil», sagt Yuichiro Soma. – So wie im Emmental? – «Steiler», meint der Verwaltungsangestellte der japanischen Präfektur Nara, mit welcher der Kanton Bern 2015 ein Freundschaftsabkommen unterzeichnet hat und seither einen regen Austausch pflegt. Er zückt sein Smartphone und präsentiert Bilder, welche beweisen, dass die Wälder in Nara wirklich alles andere als eben sind. Während er weitere Impressionen zeigt, weist er auf einen grossen Unterschied zu den Wäldern des Emmentals hin. «Alles Monokulturen. Nur eine Art und alle Bäume sind gleich alt.» 

Ein grosser Kontrast dazu bot der Bachwald, den die Forstfachleute aus Japan sowie angehende Forstingenieure FH der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaft aus Zollikofen zuvor besichtigt haben. Waldbesitzer Fritz Habegger persönlich erklärte den Gästen die Vorzüge eines Plenterwaldes, bei dem verschiedene Baumarten jeglicher Altersstufen nebeneinander wachsen. Walter Marti, welcher die Führung leitete, übersetzte die Ausführungen des Waldbesitzers ins Englische. Der pensionierte leitende Oberförster des Emmentals zog selber ein Fazit: «Mit dieser Art der Forstwirtschaft kann man immer ernten und muss wenig in neue Bäume investieren.» 

Ein Riese von einem Baum

Besonders beeindruckt zeigten sich japanische wie hiesige Forstfachleute ob einer Weisstanne mit einem Durchmesser (auf Brusthöhe) von zirka 1,30 Meter! Wie viele Kubikmeter Holz wird dieser Baum liefern? Man einigte sich nach längeren schweizerischen und japanischen Berechnungen auf 18 bis 20 Kubikmeter. Für das Holz dürfte der Waldbesitzer rund 1500 Franken oder umgerechnet gut 170’000 japanische Yen erhalten. Eine Menge Geld – auf den ersten Blick. Walter Marti zeigte den Gästen auf, wie viel in den Emmentaler Wäldern das Fällen, Asten und Rücken der Bäume kostet und wie viel am Ende der Waldbesitzer verdient. Fritz Habegger: «Der niedrige Preis ist neben dem starken Wilddruck das grösste Problem.» 

«Der Preis ist auch bei uns das grösste Problem», betont Yuichiro Soma. Weil importiertes Holz viel günstiger sei, werde kaum mehr Holz geschlagen, obwohl die Präfektur Nara über sehr ausgedehnte Wälder verfüge. Auch mangle es immer mehr an Forstfachleuten sowie Unternehmen für die Holzernte. Das System des Plenterwaldes imponiert Yuichiro Soma: «Bei einem Kahlschlag, wie er bei uns gemacht wird, kostet die Pflanzung neuer Bäume viel Geld.» 

Holz mit Hightech kombiniert

Während in Japan viel Holz importiert wird, findet man bei «Truber Holz» ein Musterbeispiel an lokaler Wertschöpfung. «Das Holz, das hier verarbeitet wird, stammt alles aus der Gemeinde Trub und verlässt das Tal erst als fertige Holzelementwand», betont Jürg Hirschi. Die Gäste staunen, dass die kreuzweise verlegten Bretter lediglich von Holzdübeln zusammengehalten werden; auf Nägel und Chemie wird gänzlich verzichtet. Als ein Mitarbeiter die computergesteuerte Fräsmaschine startet und diese aus einem Balken ein Schälchen fräst, zücken die Japaner ihre Smartphones und Tablets und halten dies filmisch fest. 

Zur Hightech-Maschine passt gut die letzte Präsentation des Nachmittags: die Geräte von Lehman Trub, «LT». Das Unternehmen hatte ihre Videopräsentation eigens für den Anlass mit japanischen Texten versehen. Vielleicht wird schon bald mit Seilrollen aus Trub in den Wäldern von Nara gearbeitet? Yuichiro Soma zumindest will das, was er im Emmental gesehen hat, umsetzen. «Erste Versuche für einen stufigen Wald sind schon geplant. Es braucht aber viel Zeit. Wir gehen Schritt für Schritt.» 



14.09.2017 :: Bruno Zürcher
 
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