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Grosse Photovoltaikanlagen werden derzeit kaum installiert
Grosse Photovoltaikanlagen werden derzeit kaum installiert Emmental: Mit Solaranlagen elektrische Energie gewinnen, ist umweltfreundlich. Während kleine Anlagen dank Eigenverbrauch rentieren, werden kaum mehr grosse Anlagen montiert. 

 

«Wir verzichten im Moment darauf, weitere Anlagen zu bauen», sagt Beat Wüthrich, Präsident der Solargenossenschaft Trubschachen. Eigentlich hatte die Genossenschaft vor, nebst dem Dach des Schulhauses Hasenlehn noch einige weitere mit Photovoltaikmodulen zu bestücken. «Wir stehen auf der KEV-Warteliste mit unserer Anlage im Hasenlehn recht weit vorne. Es ist aber nicht sicher, ob wir überhaupt je von der kostendeckenden Einspeisevergütung profitieren können», meint Wüthrich. 

Drei Jahre überbrücken und dann KEV

Als die Genossenschaft 2014 die 800 Quadratmeter grosse Anlage auf dem Schulhaus baute, sah alles danach aus, dass der Bund weitere Photovoltaikanlagen mit KEV-Beiträgen unterstützen wird. «Wir gingen davon aus, dass wir drei Jahre überbrücken müssen», berichtet Wüthrich. Gewartet wird heute noch. Zunächst zahlte die BKW pro Kilowattstunde elf Rappen. Das reichte, um die Anlage betreiben zu können (mit der KEV wäre die Entschädigung bei rund 20 Rappen pro Kilowattstunde gelegen). Der Preis, welcher die BKW bereit war zu zahlen, ging stetig zurück. Auf der Liste des Verbands unabhängiger Energieerzeuger rangiert die BKW Energie AG mit vier Rappen auf dem letzten von 30 Plätzen.  

Kann die Solargenossenschaft allen Verpflichtungen nachkommen? «Wir konnten immer alle Rechnungen begleichen», erklärt Beat Wüthrich. Er kenne aber einige andere Betreiber grosser Photovoltaikanlagen, welche in arge finanzielle Schieflage geraten seien. Dies, weil sie viel Geld inverstierten und für ihre Solarenergie weniger erhielten, als für einen selbsttragenden Betrieb nötig wäre. 

Die Solargenossenschaft Trubschachen hat den Vorteil, dass sie mit ihren 48 Mitgliedern breit aufgestellt ist. Die Genossenschafter haben rund 70’000 Franken in die gut 230’000 Franken teure Anlage investiert. Dennoch: «Es reicht für die Dachmiete und die Zinsen. Wir können die Anlage aber nicht wie geplant innert 15 Jahren abschreiben», so Wüthrich.   

Besserer Preis dank lokalem Label 

Die Solargenosschenschaft Trubschachen kommt nur über die Runden, weil sie ihre Energie durch die «Strom von hier GmbH» zu einem höheren Tarif verkaufen kann. Es ist nicht so, dass die «Strom von hier GmbH» Kabel von den Kraftwerken zu den Kunden verlegt. «Wir vermitteln die Herkunfts-Zertifikate von lokalen Solar- und regionalen Wasserkraftwerken und stellen die Rechnung aus. Die Netzkosten sowie die übrigen Abgaben sind gleich hoch wie bei BKW-Kunden», sagt Raoul Knittel von «Strom von hier». Kann ein Kleinunternehmen gegen einen Giganten wie die BKW bestehen? «Wir haben immer mehr Kunden. Unter anderem bezieht die Firma Kambly einen Teil ihrer elektrischen Energie über uns und unterstützt damit die Region», erklärt Knittel. Die Kunden zahlen einen Aufpreis von fünf Rappen pro Kilowattstunde. 

Abklären, wer die Energie übernimmt

Knittel rät Personen, welche eine grössere Photovoltaikanlage planen (über 30 Kilowatt-Peak), vorgängig abzuklären, wer die Energie zu welchen Bedingungen übernimmt. «Besser funktionieren kleinere Anlagen, weil da die selbst genutzte Energie günstiger ist, als jene aus dem Netz», führt Knittel aus (siehe Kasten). 

Die Energie vom eigenen Dach vor Ort nutzen möchte auch die Solargenossenschaft Trubschachen. «Unsere Anlage im Hasenlehn ist noch nicht dafür eingerichtet, weil die Rahmenbedingungen beim Bau so waren, dass ein Eigenverbrauch nicht interessant war», erklärt Wüthrich. «Mittelfristig planen wir den Einbau von Batterien, um die tagsüber verfügbare Energie speichern zu können. Der Preis für die Batterien sinkt stetig, während deren Kapazität immer mehr zunimmt. Die Solarenergie hat trotz allem Zukunft.»  

 

Der Verband unabhängiger Energieerzeuger hält am 25. März ab 10.00 Uhr in Burgdorf seine jährliche GV ab. «PV-Anlagen ohne KEV über 30 KWp» lautet der Schwerpunkt der Tagung, welche für Nichtmitglieder kostenpflichtig ist. Infos: www.vese.ch

 

«Dank Eigenverbrauch rentieren Kleinanlagen»

Kleine Photovoltaikanlagen, etwa auf einem Einfamilienhaus, stehen im Vergleich zu grösseren besser da: «Wenn man einen grossen Teil der Energie selber nutzen kann, rentieren sie wirtschaftlich», sagt Raoul Knittel von «Strom von hier». Wenn das Dach saniert werden müsse, biete sich der Einbau einer Anlage an. In einem «normalen» Haushalt könne zirka 30 Prozent der Elektrizität mit Solarenergie vom eigenen Hausdach gedeckt werden. «Wenn man die Installation anpasst, etwa die Waschmaschine nach dem Mittag laufen lässt oder die Wärmepumpe tagsüber lädt, kann der Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent gesteigert werden.» Und nachts ist man nach wie vor auf externen Strom angewiesen? «Ja, wir bieten aber auch Zertifikate von Kleinwasserkraftwerken an», sagt Knittel. 


 

16.03.2017 :: Bruno Zürcher
 
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