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Die Meister der vielen Tasten
Die Meister der vielen Tasten Wasen: Vor 30 Jahren gründete Hansruedi Reist in Wasen seine eigene Schwyzerörgeliwerkstatt. Mit hochwertigen Orgeln und viel Erfindergeist führte er sein Unternehmen zum Erfolg. 
Es ist ein milder Wintertag, der über dem Dorf Wasen erwacht, aber die beiden Zwillingsbrüder Samuel und Richard merken von diesem sonnigen Morgen nicht viel. Sie sitzen in der Werkstatt ihres Vaters, Hansruedi Reist, und sind mit dem Zusammenbau ganz unterschiedlicher Orgeln beschäftigt. «Unsere Schwyzerörgeli sind alle in Handarbeit gefertigt, jedes ist ein Einzelstück», erklärt Samuel Reist, während er einen wichtigen Aspekt des Klanges erwähnt: «Wir bauen ein-, zwei- und dreichörige Instrumente. Letztere haben einen volleren Klang, da pro Ton mehrere Stimmzungen zu hören sind.» Rund 150 Arbeitsstunden benötigt die Fertigung eines Reist-Örgeli. Die meisten Instrumente werden anhand individueller Kundenwünsche angefertigt, sie sind unverwechselbare Kostbarkeiten.
Ein aktiver Schwyzerörgeli Musiker bestätigte seine Wertschätzung für dieses Instrument gerne: «Mit der Zeit bilden Instrument und Musiker eine Einheit, das Örgeli passt sich dem Wesen und der Spieltechnik des Musikers an.»

Als Mechaniker um die Welt gereist

Dieses Jahr kann die von Hansruedi Reist gegründete Firma «Örgeli Reist & Co» ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Im Juli 2013 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert seither unter dem aktuellen Namen «Reist Örgeli AG». Bei einem Gespräch erinnert sich der Firmengründer an die Anfänge: «Da schon mein Vater Schwyzerörgeli baute, hatte ich früh Kontakt zu diesen Instrumenten, in meinen jungen Jahre interessierten sie mich aber wenig.» Den Emmentaler zog es in die Welt hinaus, er absolvierte eine Ausbildung zum Maschinenmechaniker bei der Mewag AG und reiste als Spezialist für Präzisionsmaschinen und als Instruktor nach Amerika, Kanada und in europäische Länder. «Aber immer, wenn ich wieder nach Hause kam, besuchte ich meinen Vater in der Örgeliwerkstatt», sinniert Hansruedi Reist. Nach und nach begann ihn die Technik dieser Orgel doch noch zu interessieren. Und einige Zeit später begann er sich auch für die Musik zu begeistern, etwa wenn er den «Schmid-Buebe» zuhörte.

Von A-Z selbst gefertigt
«Du musst jetzt nach Hause kommen!», so bat ihn sein Vater Ruedi um seine Hilfe, als er mit der Lieferung bestellter Örgeli in Verzug geriet. Der damals 30-jährige Hansruedi Reist kam und gründete im Jahr 1986 sein eigenes Unternehmen in einer ehemaligen Spenglerei. «Anfänglich fertigte ich zusammen mit meiner Frau
Einzelstücke im Auftrag meines Vaters.» Rückwirkend betrachtet habe sich seit diesem ersten Jahr technisch nicht viel verändert, «aber wir können die Kunden heute mehr verwöhnen mit verschiedenen Modellen und Variationen». Zirka 120 Schwyzerörgeli verlassen pro Jahr die Werkstatt an der Bahnhofstrasse in Wasen und aus dem ehemals kleinen Familienunternehmen ist eine Firma mit 13 Angestellten entstanden. «Schon früher fertigten wir so viele Orgeln pro Jahr, das war möglich weil wir verschiedene Teile wie Knöpfe oder Intarsien einkauften.» Heute würden all diese Teile in Wasen selbst hergestellt. «Unsere Orgeln sind heute von A bis Z selbst gefertigt», bestätigt Hansruedi Reist.

Rock’n’Roll auf dem Schwyzerörgeli
Verschiedene Musikstile sprechen verschiedene Menschen an, das erkannte Hansruedi Reist schon früh. Um junge Menschen zu erreichen, entwickelte er ab 1989 das Turbo-Örgeli. Der Name ist Programm: Dank einer neuen Ventiltechnik und einer flinken Mechanik wird die Stimmplatte direkt angeströmt. Das dreichörige Instrument kann deshalb rascher und mit weniger Kraftaufwand gespielt werden. Und es hat einen vollen und kräftigen Klang. Damit erschloss das Unternehmen dem Örgeli neue Musikstile. Plötzlich waren Rock’n’Roll- und Pop-Melodien zu hören! Und dank dem starken tragenden Klang bleibt das Turbo-Örgeli auch in einem Saal mit 300 Zuhörern gut hörbar, ohne verstärkende Elektronik, die ein spontanes Musizieren verunmöglichen würde. Hansruedi Reist betont aber auch, dass dieses Instrument uneingeschränkt für traditionelle Örgelimusik geeignet ist.

Auf die Bitte eines Kindes gehört
Hansruedi Reist hat von den 30 Jahren mehrheitlich gute Erinnerungen: «Ich habe viel Schönes erlebt und würde es noch einmal so machen.» Natürlich habe es auch Schicksalsschläge gegeben, so etwa den Tod seiner Frau Cornelia im Jahr 2010. Als er damals den Gedanken aussprach, keine Orgeln mehr zu bauen, habe dies ein Mädchen, das in einer Grossformation spielte, gehört und spontan erwidert: «Nein, wir brauchen Dich!» Dieses Erlebnis habe ihn berührt und dazu bewogen, weiterzu-
machen. Jetzt, sechs Jahre später, denkt der 61-Jährige wieder an einen Rückzug aus dem Unternehmen nach – «meine beiden Söhne sowie Adrian Gehri machen ihre Sache sehr gut, so dass ich mich langsam zurückziehen kann.» Mit dem Örgelibau ganz aufhören will der erfinderische Orgelbauer aber noch nicht. Und wenn sich ein Moment bietet, dann greift Hansruedi Reist selbst in die Orgeltasten, sich und anderen zur Freude!

Zum Jubiläum hat das Unternehmen einen neuen Tonträger produziert: «REISTigi Vol.2». 18 Kompositionen, vorgetragen von bekannten Formationen, geben ein aussagekräftiges Bild des vielseitigen Schaffens in der Örgelimusik. Bestellt werden kann die CD auf der Homepage: www.reist-oergeli.ch
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