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Zweiter Anlauf für eine eigene Sek
Linden:

Der Gemeinderat informierte die Bürgerinnen und Bürger über die Folgen einer eigenen Sekundarschule. Stimmt die Gemeindeversammlung zu, wird sie auf Sommer 2019 eingeführt.


Schon vor einem Jahr informierte der Gemeinderat Linden über das Projekt «Sek Linden» und brachte es an der Gemeindeversammlung vom 1. Juni 2016 zur Abstimmung. Dort gab es ein knappes Ja für das Geschäft. Vorgesehen war, die Sekundarschüler ab August 2018 nicht mehr nach Oberdiessbach zu schicken. Daraus wurde dann nichts, weil der Regierungsstatthalter eine Beschwerde gegen den Entscheid teilweise gutgeheissen hatte. Der Gemeinderat musste über die Bücher. Er setzte eine Arbeitsgruppe ein und engagierte einen externen Berater.

Letzten Montag nun lud der Gemeinderat erneut zu einem Info-
abend ein. Christian Blum, Ressortleiter Bildung, und Franziska von Steiger, Schulleiterin, erläuterten den Anwesenden die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe.  

Zwei Klassen an der Oberstufe

Führt Linden die Sek ein, soll der Übergang fliessend vonstattengehen. Das heisst, die Schüler, welche die Sek in Oberdiessbach beginnen, beenden sie auch dort. Somit würden in Linden im ersten Jahr, ab Schuljahr 2019/20, erst die 7. Klässler auf Sekniveau unterrichtet. Im Endmodell ab 2021/22 seien dann zwei Oberstufenklassen vorgesehen, sagte Franziska von Steiger. Nach welchem Modell unterrichtet würde, sei noch nicht definitiv bestimmt. «Wir tendieren im Moment dazu, zwei Mehrjahrgangsklassen getrennt nach Sek- und Realschulniveau zu führen.» Möglich wäre auch, Real- und Sekschüler gemeinsam in zwei Mehrjahrgangsklassen zu unterrichten. Die Durchlässigkeit sei in beiden Fällen gewährt.

Nach heutigem Wissensstand könnten mit einer eigenen Sek bis 2025/26 zwei Oberstufenklassen geführt werden. Ohne Sekundarschule wären die Schülerzahlen in den Jahren 2019/20 und 2020/21 zu gross für eine Klasse und zu klein für zwei Klassen. Es käme wohl zu einer Mischform mit der 6. Klasse.

Auch mit der Schulraumplanung beschäftigte sich die Arbeitsgruppe. Weil wegen sinkender Schülerzahlen in den unteren Jahrgängen bald ein Klassenzimmer frei werde, bestehe wenig Handlungsbedarf. «Wenn wir die Sek integrieren, ist einzig ein Raum für den Chemie- und Physikunterricht nötig», erklärte Franziska von Steiger.  

Eigene Sek käme günstiger

Finanziell verursache eine eigene Sek in den ersten Jahren eher tiefere Gehaltskosten als heute, führte Gemeinderat Christian Blum aus. Diese würden sich dann aber ab dem Schuljahr 2021/22 angleichen. «Ab 2022/23 kann bei den Gehältern mit Einsparungen von 6000 Franken pro Jahr gerechnet werden», erläuterte er. 

Insgesamt würde sich nach den Berechnungen der Arbeitsgruppe eine eigene Sekundarschule nach zwei Jahren für Linden lohnen, da die Liegenschaftskosten für Oberdiessbach wegfallen würden.

Mehr Aufwand, aber attraktiver

In ihrem Fazit aus Sicht der Schule sagte Franziska von Steiger, dass sich Vor- und Nachteile in etwa die Waage hielten. Als grösste Herausforderungen nannte sie den organisatorischen Mehraufwand und das Finden von geeigneten Lehrkräften. Der Gemeinderat dagegen spricht sich für eine eigene Sek aus. Die Schule werde gestärkt und die Gemeinde attraktiver. Entschieden wird an der Gemeindeversammlung vom 7. Juni. 

In der Fragerunde wurden aus dem Publikum noch einige wenige Detailfragen gestellt. Voten pro oder contra gab es keine. 



18.05.2017 :: sbw.
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