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Zwei der sieben Sitze sind umkämpft
Lützelflüh:

 

Am 21. Oktober wird der Gemeinderat neu gewählt. Fünf Parteien portieren 17 Personen. Zwei der sieben Exekutivmitglieder treten zurück, darunter die einzige Frau. 


Für die stärkste Partei in Lützelflüh, die SVP, präsentiert sich die Ausgangslage komfortabel. Alle drei aktuellen Gemeinderäte, darunter Gemeindepräsident Andreas Meister, treten erneut zur Wahl an. «Sie alle haben ihre Arbeit gut gemacht und wir hoffen auf ein gutes Resultat», sagt Parteipräsident Alfred Bärtschi. Obwohl alle Bisherigen wieder antreten würden, nähmen sie die Wahlen nicht auf die leichte Schulter. Gerne hätte die SVP nebst Kurt Baumann, Andreas Meister und Beat Zaugg noch eine Frau auf die Liste gesetzt. «Trotz vieler Gespräche ist uns das leider nicht gelungen», erklärt Alfred Bärtschi. 

Die einzige Frau im Gemeinderat, Anna Maurer von der FDP, tritt wegen Amtszeitbeschränkung zurück. Die Freisinnigen wollen ihren Sitz verteidigen, treten allerdings, was die Anzahl Kandidierende betrifft, mit der kleinsten Liste an. Zwei Namen stehen drauf, darunter jener von Michael Barontini, Präsident der FDP mittleres Emmental. Es sei tatsächlich recht schwierig gewesen, Leute für eine Kandidatur zu motivieren, sagt Barontini. «Bei vielen gehen Beruf und Familie vor und daneben hat oft nicht mehr viel Platz.» Er sei aber zuversichtlich, dass es gelinge, den Sitz trotzdem zu halten. Eine Frau ist nicht unter den Kandidierenden. Auf eine Listenverbindung mit der SVP verzichtet die FDP dieses Jahr. «Eine solche hilft meist nur der grossen Partei», begründet der Präsident.

Von 30 Frauen wollten nur zwei

Ebenfalls die Freien Wähler müssen den Rücktritt ihres einzigen Gemeinderates, Peter Bärtschi, hinnehmen. Ihr Ziel sei es gewesen, eine reine Frauenliste zu präsentieren, erklärt Präsident Hans Schlegel. «Über 30 Frauen haben wir angefragt, nur zwei konnten wir zu einer Kandidatur motivieren.» Die Liste wird ergänzt mit einem männlichen Bewerber. Obwohl sie nicht auf den Bisherigen-Bonus zählen können, wollen die Freien Wähler nicht nur ihren Sitz halten, sondern möglichst einen dazugewinnen. «Jener von der FDP wird ja frei», bemerkt Hans Schlegel. Vielleicht gelinge es, auch dank der Listenverbindung mit der EVP, diesen zu erobern. Vor vier Jahren haben die Freien Wähler einen Sitz an die SVP verloren.

Die EVP tritt mit der grössten Liste an, zwei Frauen und drei Männer sind aufgeführt, darunter auch der Bisherige Franz Held. Die EVP probiere grundsätzlich immer, viele Personen auf die Listen zu bringen. «Eine grosse Auswahl motiviert die Leute, wählen zu gehen», begründet Andreas Baumgartner, Präsident der EVP Brandis. Ihren Sitz zu halten, sei ein realistisches Ziel, ist er überzeugt. Allenfalls gelinge es, dank der Listenverbindung mit den Freien Wählern, von einem Restmandat zu profitieren.

Den Wähleranteil vergrössern

Auch von einem zweiten Sitz träumt die BDP. Sie tritt mit ihrem bisherigen Gemeinderat Hans-Ulrich Salzmann und drei weiteren Personen an, darunter zwei Frauen. Ziel sei es aber, in erster Linie stimmenmässig ein gutes Resultat zu erreichen, sagt Salzmann, der gleichzeitig die BDP Brandis präsidiert. «Wir treten zum dritten Mal zu den Gemeindewahlen an und haben bisher immer gut abgeschnitten.» Er hofft, den Wähleranteil vergrössern zu können. Eine Listenverbindung ist die BDP nicht eingegangen.

11.10.2018 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
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