Anmelden
Zollbrück kassiert späten Ausgleich – Konolfingen mit einem Kantersieg
Zollbrück kassiert späten Ausgleich – Konolfingen mit einem Kantersieg Fussball: Das Barragespiel Zollbrück vs. Münsingen endet 2:2 unentschieden, das Rück­spiel wird entscheiden. Der FC Konolfingen qualifiziert sich ­erneut für den Schweizer Cup.
Als souveräner Gruppensieger ist der FCZ zum vierten Mal hintereinander in den Aufstiegsspielen. Zollbrück will mit aller Macht in die 2. Liga stürmen. Am vergangenen Samstag ist Münsin­gen mit Trainer Daniel Hofmann im Tannschachen zu Gast und will oben genanntes Szenario verhindern. Das Hinspiel der Barrage fängt um 18.00 Uhr an, zu Beginn ist die Anspannung bei beiden ­Mannschaften spürbar. Der FC Münsingen schlägt in der Startviertel­stunde ein hohes Tempo an, Zollbrück kommt nicht richtig ins Spiel. Münsingen attackiert die Abwehrreihe Zollbrücks früh und verursacht so viele Fehler des Heimteams. Dominik Richter und Vladislav Spunda hängen als Sturmspitzen in der Luft. In der 10. Spielminute reiben sich urplötzlich alle die Augen. Nach einem Münsinger-Freistoss von halbrechts kullert der ungefährliche Ball ins Netz. Dieses Tor muss FCZ-Keeper Gfeller auf seine Kappe nehmen. Zollbrück braucht ein paar Minuten, um das Gegentor zu verdauen. Das Team von Trainer Marco Di Romualdo findet nach und nach seinen Rhythmus und bringt Münsingen ins Schwitzen. Die Chancen häufen sich, nach einem schönen Zuspiel auf Spunda rennt dieser alleine auf den Torwart zu, doch der packt einen gewaltigen Reflex aus und vernichtet den Abschluss. In der 35. Minute tankt sich Patrick Zürcher auf der linken Angriffsseite wunderbar durch, doch am Ende rutscht ihm der Schuss gehörig über den Spann. Der Ausgleich liegt jetzt förmlich in der Luft.

Dramatische Wendung
Ohne personelle Wechsel startet die zweite Halbzeit. Zollbrück muss agieren, darf aber keineswegs mit einem Konter ein weiteres Auswärtstor zulassen – eine heikle Mission. In der 57. Minute klatscht eine eigentlich missratene Flanke des FCZ an das Gehäuse von Münsingen – der Tscheche Vladislav Spunda reagiert am schnellsten und hämmert den Abpraller ins Tor. Euphorisiert von diesem Ausgleich übt der FC Zollbrück weiter Druck aus. Nur vier Zeigerumdrehungen später steht Simon Oppliger zu einem Freistoss bereit. Der halbhoch getretenen Schuss wird von Spunda mit der Hüfte abgelenkt. Der FCM-Torhüter ist gegen den Ablenker chancenlos. Was für eine Erlösung, nach dem frühen Schock hat der FCZ die Partie gedreht. Die passive Haltung von Münsingen wurde von Zollbrück in der 2. Hälfte hart bestraft. Die 450 Zuschauer erwarten packende Schlussminuten. Die letzten 30 Minuten werden ­allerding von Taktik geprägt, viele Ungenauigkeiten und Unter­brechun­gen nehmen dem Geschehen das Tempo. Der 2:1-Heimsieg scheint besiegelt, da bekommt der FC Münsingen in der 93. Minute einen Freistoss zugesprochen. Mittelfeldspieler Michael Erzinger legt sich den Ball zurecht und zirkelt diesen aus zirka 25 Metern in den Winkel. Ein Traumtor sorgt für eine nicht mehr geglaubte Wendung. Fazit: Das erste Spiel hat die Bedeutsamkeit von Standardsituationen gezeigt, drei der vier Tore fielen nach einem ruhenden Ball. Nichtsdestotrotz ist für Zollbrück weiterhin alles möglich, ein 1:0-Minisieg reicht für den Aufstieg. Die Mannen von Di Romualdo fahren am nächsten Samstag (17.00 Uhr) mit der Gewissheit nach Münsingen, mindestens einen Treffer erzielen zu müssen. Der Druck liegt allerdings bei Münsingen, die in der jetzigen Situation mehr zu verlieren haben. Für die junge Mannschaft wird es zum Drahtseilakt, will man das Resultat verwalten wird Zollbrück mit Sicherheit Nägel mit Köpfen machen. Die Affiche garantiert ein hochspannendes Rückspiel.
Zollbrück – Münsingen 2:2 (0:1)
Sportplatz Tannschachen, Zollbrück. 450 Zuschauer. Tore:
10. 0:1. 57. Spunda 1:1. 61. Spunda 2:1. 93. 2:2. FC Zoll­-
brück: Gfeller; Jorda, D. Wüthrich, M. Oppliger, Gerber, Schober (72. Aegerter), Zürcher, Zinniker (83. Erhard), S. Oppliger, Richter, Spunda. Bemerkungen: P. Wüthrich,
Blaser, Schürch (alle verletzt).

Konolfingen zerlegt Lenzburg

Vor der Partie war klar, wer als ­Sieger vom Feld marschiert, ist in der Haupt­runde des Schweizer Cups. Die Los­töpfe beherbergen klangvolle ­Gegner wie etwa den BSC Young Boys oder den FC Basel. Trainer Roland Neuhaus muss für diese Begegnung niemanden motivieren. Der FCK startet gut, nach 300 Sekunden schiesst Joss seine Farben in Front. Ein platzierter Flachschuss aus 16 Metern stellt den Lenzburger Torhüter vor eine unlösbare Aufgabe. Konolfingen powert weiter nach vorne und kommt zu etlichen guten Möglichkeiten. Die Lenzburger haben in der gesamten ersten Hälfte keine nennenswerte Torchance. In der 38. Minute wird Sakic lanciert, dieser startet aus abseitsverdächtiger Position, er setzt sich gegen den Aargauer Torhüter durch und schiesst aus spitzem Winkel das 2:0. Der Stürmer sorgt nur Minuten später wieder für Gefahr, zuerst vergibt er eine Riesenchance, doch mit unbändigem Willen holt er sich die Kugel zurück und wird von einem Lenzburger unsanft gebremst. Zurecht wird in der 40. Minute auf den Punkt gezeigt – Corsin Senn verwandelt eiskalt zum 3:0. Die Szene ist symptomatisch für das Spiel. Konolfingen ist an diesem Samstag mit dem grösseren Biss und Siegeswillen ausgestattet.

Gala in der 2. Hälfte

Bei Lenzburg macht sich der Frust breit, anders ist das Horrorfoul vor der Pause nicht zu erklären. Pekar wird an der Seitenlinie im Mittelfeld von hinten brutal umgetreten. Mit der roten Karte dezimieren sich die Gäste für die zweiten 45 Minuten. Das Heimteam ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus und schiesst durch Jozef Sakica augen­blicklich nach dem Pausentee das 4:0. Sakica mischt bei der Wahl zum «Man of the Match» ganz vorne mit. Nach dem Tor ist der Widerstand der Lenzburger endgültig gebrochen. Moser schiesst nach guter Vorarbeit von Sakica das 5:0. Danach ist für die beiden Stürmer Feierabend, sie werden von Schneider und Gashi ersetzt. Die beiden Offensivkräfte fügen sich nahtlos ins Spiel ein und machen je eine Bude. Der 7:0-Sieg ist auch in dieser Deutlichkeit verdient und beschert Chonu ein weiteres «Cup-Märchen». Konolfingen – Lenzburg 7:0 (3:0)
Sportplatz Inseli, Konolfingen. 170 Zuschauer. Tore: 5.
Joss 1:0. 38. Sakica 2:0. 40. Senn (Elfmeter) 3:0. 49.
Sakica 4:0. 60. Moser 5:0. 82. Schneider 6:0. 86. Gashi
7:0. FC Konolfingen: Schüpbach; Künzi, Senn, Ramci­lovic, Brechbühl, Eicher, Binkert, Pekar (68. Neuhaus), Joss, Moser (73. Gashi), Sakica (73. Schneider). Bemer-
kungen: 44. Minute Platzverweis (Lenzburg).

3. Platz für Junioren
Im Sommer 2014 sind die ­A-Junioren des FC Konolfingen in die ­Coca-Cola Junior League A aufgestiegen. In der Herbstrunde letzten Jahres haben sie als Aufsteiger den fünften Rang erreicht. In diesem Frühling hatte der FCK Startschwierigkeiten und begann mit drei Nieder­lagen in Serie. Anschliessend hat sich das Team jedoch gefangen und insgesamt sieben Siege eingefahren. In der Endabrechnung bedeutet das den 3. Platz. Konolfingen hat sich damit in der höchsten Junioren-Stufe etabliert.
18.06.2015 :: Adrian Frühwirt
Meistgelesene Artikel
kolumne - Monika Gfeller: Nun schreibe ich hier meine erste Kolumne. Nur, was soll ich schreiben? Beim meditativen Socken...
Mehr als nur ein Scharfschütze
SCL Tigers: Eero Elo hat einen Lauf, der Stürmer traf zuletzt in drei Partien nacheinander. Ob der Finne...
Wie zu Grossvaters Zeiten
Pferdeschlitten im Wald: Um geschlagenes Holz aus dem unerschlossenen Wald zu transportieren, spannen Schang-nauer...
«So ein Fest wollen wir jetzt auch»
SCL Tigers: Die SCL Tigers kommen ihrem ganz grossen Ziel, der zweiten Playoff-Qualifikation der...
Die Ortsnäme sy Schnee vo geschter
Ört u Näme: Früecher aube, da hets de no anger Wintere gä! Das ghört me geng wieder vo de eutere...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr