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Wunde Punkte und Vorsicht im Budget
Langnau:

Viele Mitglieder des Gemeindeparlaments legten angesichts der finanziellen Aussichten Langnaus ihre Stirnen in Falten. Konkrete Ideen wurden aber keine genannt.

Gemeinderat Johann Sommer stellte die Finanzkennzahlen sachlich und umfassend vor. Er machte in seinen Ausführungen auch keinen Bogen um wunde Punkte. Beispielsweise wird die Fremdverschuldung in den kommenden Jahren ansteigen. Sommer wies aber auch darauf hin, dass der Gemeinderat die Zahlen vorsichtig zusammengestellt habe; so sei man etwa beim Zuwachs des Steuerertrages «nicht aggressiv» vorgegangen. 

Johann Sommer präsentierte dem Parlament in einem Zug den Finanzplan 2018–2022, das Investitionsprogramm wie auch das Budget 2018; es rechnet mit einem ausgeglichenen Resultat. Nur bei Letzterem hatten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier wirklich etwas zu sagen – den Finanzplan und das Investitionsprogramm hatten sie lediglich zur Kenntnis zu nehmen.


SP und BDP: Plausible Zahlen

Die SP hatte sich die Zahlen bereits vorgängig durch Finanzverwalter Hans Rudolf Hess erklären lassen und fand diese plausibel und nachvollziehbar. Auch setze der Gemeinderat, wo nötig den Sparhebel an, meinte Agatha Aschwanden. Auch die BDP war der Meinung, dass das Budget 2018 sorgfältig erarbeitet worden sei. 

Beat Gerber von der SVP fand, «dass wir die Sachen, die wir beeinflussen können, im Griff haben.» Er betonte aber, dass die Gemeinde ihren Cash-Flow erhöhen müsse. Er nannte gar die immer wieder von der SP genannte Forderung, das Kapital höher zu besteuern. 

Die FDP ihrerseits ging einen anderen Weg und stellte den Antrag, das Budget 2018 zurückzuweisen. Bei den ungebundenen Ausgaben könnten zwei Prozent eingespart werden, ohne dass sich dies negativ auswirke, meinte Toni Rösli. Die FDP konnte aber nebst ihren vier Stimmen im 40-köpfigen Parlament lediglich eine zusätzliche von einer Rückweisung überzeugen – 35 lehnten den Antrag ab. Schliesslich hat das Gemeindeparlament das Budget 2018 mit 37 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen deutlich gutgeheissen.

02.11.2017 :: zue.
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