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«Wir waren konstant unkonstant»
«Wir waren konstant unkonstant» SCL Tigers:

Pascal Berger, der Captain der Tigers, spricht im Interview über geplatzte Träume, falsche Prognosen und weshalb er auch nach dem Saisonende Eishockey schauen wird.

Am letzten Samstag sicherte sich Langnau mit dem 4:1-Heimsieg gegen Ambri-Piotta den vorzeitigen Ligaerhalt. Der grosse Jubel brach deswegen in der fast ausverkauften Ilfishalle aber nicht aus. Auch bei Tigers-Captain Pascal Berger nicht.

 

Pascal Berger, nach dem Sieg gegen Ambri blieb es in der Garderobe ziemlich ruhig, obwohl Ihr Team den Ligaerhalt definitiv geschafft hat. War der Vorsprung auf die Playout-Plätze zu gross, um die «Rettung» ausgelassen zu feiern?

Wir sind schon glücklich, dass wir es geschafft haben. Es sah zwar nach viel Vorsprung aus, aber jede einzelne Partie muss immer zuerst gespielt werden. Wir machten es noch einmal ein bisschen spannend und sind jetzt einfach froh, dass wir durch sind.

 

Wie schwierig war es, sich nach dem Verpassen der Playoffs und der grossen Enttäuschung auf die Platzierungsrunde einzustellen?

Sehr schwierig. Wir hatten einen Traum, ein Ziel. Dieses haben wir nicht erreicht. Danach brauchten wir schon einige Zeit, bis wir den Schalter wieder umlegen konnten. In den ers-ten beiden Spielen der Platzierungsrunde gegen Lausanne und Kloten hatten wir extrem Mühe und waren nicht wirklich gut.

 

In den letzten beiden Saisonspielen gegen Kloten und Lausanne geht es für die Tigers um nichts mehr. Mit welcher Einstellung geht man in diese Partien?

Eine gute Frage. Der Fokus ist sicher nicht mehr der gleiche, wie in einem Spiel, in dem es um sehr viel geht. Aber wir sind hier angestellt und müssen unsere Leistung bringen. Das werden wir in den letzten beiden Spielen auch tun.

Die Playoffs verpasst, den Ligaerhalt souverän geschafft. Was ziehen Sie für ein Fazit über die gesamte Saison?

Wir waren konstant unkonstant, hatten viele Aufs und Abs. Daran müssen wir arbeiten. Auf der anderen Seite sagten Anfang Saison alle Medien, dass wir auf Rang zwölf landen werden und jetzt wird es am Ende Rang neun oder zehn. Von daher war nicht alles schlecht.

 

Was machen Sie nach Saisonschluss?

Zuerst einmal sind Ferien angesagt. Es ist wichtig, dass wir den Kopf lüften. Dann geht es schon bald wieder in den Kraftraum, damit wir physisch besser werden und Mitte September bereit sind, wenn es wieder losgeht.

 

Für die nächsten Wochen wollen Sie aber nichts mehr von Eishockey hören?

Mein Bruder Alain spielt mit dem SCB noch in den Playoffs, deshalb werde ich es sicher noch verfolgen. Hockey wird auch in der Pause immer ein bisschen dabei sein.

 

22.03.2018 :: Christoph Schär
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