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«Wir sind momentan zu weich»
«Wir sind momentan zu weich» SCL Tigers:

Heute Abend wollen die Langnauer in Lausanne nach sechs Niederlagen in Serie den Abwärtstrend stoppen. Verteidiger Federico Lardi weiss, wie das gelingen soll.

Für Federico Lardi sind Spiele gegen die Waadtländer speziell. Denn die letzten vier Saisons spielte der 32-Jährige für Langnaus heutigen Gegner. Und er hat entsprechend frische Erinnerungen an den alten Arbeitsplatz. «In Lausanne zu spielen ist immer cool. Die Fans dort sind fast wie in Langnau, die Ambiance ist genial», sagt er. Für Sentimentalitäten bleibt aber kein Platz. «Es macht für mich keinen grossen Unterschied, ob ich jetzt gegen Bern oder Lausanne spiele. Man muss immer Vollgas geben.» 

Das müssen die SCL Tigers mehr denn je, nachdem sie die letzten sechs Spiele allesamt verloren haben. Wollen die Langnauer im Kampf um die Playoffs noch ein paar Worte mitreden, ist ein Sieg in der Romandie absolute Pflicht. «Wir müssen hart arbeiten und vor allem auch wieder hart spielen. Wir waren zuletzt zu weich und machten es dem Gegner damit zu einfach», sagt der Abwehrspieler zum Rezept, wie die Mannschaft auf die Siegesstrasse zurückfinden kann. 

 

«Playoff bleibt unser Ziel»

Den Grund für die aktuelle Negativspirale sieht der Puschlaver unter anderem bei der fehlenden Disziplin: «Sei es im System oder wenn es darum geht, keine dummen Strafen zu holen: Die Disziplin muss da sein.» Als weiteren Punkt nennt er: «Die Gegner nutzen unsere Fehler momentan eiskalt aus, wir aber nicht, wenn sie Fehler machen.» 

Warum die Emmentaler nach vier Siegen in Serie zuletzt gleich sechsmal nacheinander verloren haben, kann auch Lardi nicht so recht sagen. Er meint aber: «Wir haben während der Siegesserie nicht immer super gespielt, haben da aber immer einen Weg gefunden zu gewinnen. Damals sprang die Scheibe für uns, im Moment springt sie nicht für uns.»

Dass Abwehrchef Ville Koistinen Langnau vor zehn Tagen verlassen hat und der Mannschaft – vor allem der Verteidigung – spürbar fehlt, lässt Lardi nicht als Ausrede gelten. «Natürlich fehlt er uns, aber das hat keinen Einfluss auf meine Einstellung zum Hockey und auf die Leistung der anderen Verteidiger. Sonst würde etwas nicht stimmen», so der Bündner. Er fügt an: «Ich muss wie jeder andere Spieler jeden Abend meine Leistung abrufen, egal ob jetzt ein ausländischer Verteidiger auf dem Eis steht oder nicht.»

Obwohl die Chancen auf die Playoffs für Langnau nach den letzten Niederlagen gesunken sind, ist für Lardi die Marschrichtung nach wie vor dieselbe. «Wir haben Anfang Saison gesagt, dass unser Ziel die Playoffs sein müssen und das bleibt auch unser Ziel. Wir schauen nicht nach hinten», sagt er bestimmt. Die Aussichten für den Rest der Qualifikationsphase klingen aus seinem Mund ebenso simpel wie einleuchtend: «Wenn wir wieder so eine Serie hinbekommen, wie auch schon, dann bleiben die Playoffs ein realistisches Ziel. Wenn aber wieder so eine Negativ-Serie kommt wie zuletzt, dann sind wir im Seich.»


11.01.2018 :: Christoph Schär
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