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«Wir müssen uns überall verbessern»
«Wir müssen uns überall verbessern» SCL Tigers:

Nach dem allerersten Playoff-Sieg überhaupt verliert Langnau Spiel zwei gegen Lausanne klar mit 0:3. Heute Abend ist im dritten Duell eine Reaktion gefordert.

Was für ein Wechselbad der Gefühle für die SCL Tigers. Zuerst dieser begeisternde 5:1-Sieg zum Auftakt der Playoffs am letzten Samstag in Lausanne, dann, beim 0:3 am Dienstag in der Ilfishalle, einer der schwächsten Auftritte der ganzen Saison. Dabei war man im Lager der Langnauer nach dem allerersten Sieg der Vereinsgeschichte in einem Playoff-Spiel doch so bemüht, den Puck flach zu halten und dem historischen Moment keine allzu grosse Bedeutung beizumessen. «Wenn wir jetzt viermal verlieren, bedeutet dieser Sieg nicht viel. Und den Spielern ist doch völlig egal, was in den letzten dreissig Jahren war», sagte etwa Cheftrainer Heinz Ehlers.

Für die diskussionslose Heimniederlage vor zwei Tagen gibt es vielerlei Gründe. Etwa die krankheitsbedingte Absenz von Harri Pesonen, dem finnischen Denker und Lenker im Langnauer Spiel. Oder die Tatsache, dass die individuell deutlich besser besetzten Lausanner eindrücklich auf das 1:5 am Samstag reagierten und in der ausverkauften Ilfishalle eine sehr starke Leistung zeigten. Ebenfalls ist klar, dass acht – zum Teil sehr unnötige – kleine Strafen viel zu viele sind, das erste und  dritte Gegentor waren unmittelbare Folgen solcher Undiszipliniertheiten. «Es war einfach ein Abend, an dem es nicht gelaufen ist», bringt es Stürmer Raphael Kuonen auf den Punkt. «Wir haben den Tritt nicht gefunden und das ganze Spiel über praktisch keine Torchancen gehabt. Es kam von uns allen zu wenig.»

 

Zwangspause für «DiDo»

Trainer Heinz Ehlers findet ebenfalls klare Worte. «Mit dieser Leistung waren wir natürlich gar nicht zufrieden. Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war sehr gross.» Auch der Däne muss anerkennen, dass Lausanne die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage gezogen hat. «Vielleicht waren sie am Samstag ein wenig nervös und diesmal nicht mehr. Sie waren dieses Mal klar besser als im ersten Spiel», sagt er. Für Gesprächsstoff sorgte am Dienstagabend Teamleader Chris DiDomenico, der nach dem Gegentor zum 0:1 bis zum Ende des ersten Drittels sieben Minuten lang ohne Einsatz blieb. «Er war müde und brauchte eine Pause», sagte Ehlers bloss, konnte dabei aber nicht verbergen, dass er mit dem Abwehrverhalten seines besten Skorers beim wegweisenden ersten Gegentor alles andere als glücklich war. Im bis dahin wichtigsten Saisonspiel temporär auf den besten Akteur zu verzichten, weil die defensiven Pflichten vernachlässigt wurden – ein Musterbeispiel für das «System Ehlers». 

 

Es bleibt keine Zeit zum Nachdenken

Was im dritten Match der Serie heute Abend im Waadtland nötig sein wird, um in der Serie wieder vorlegen zu können, weiss der Coach ganz genau. Er sagt: «Um eine Chance zu haben, müssen wir uns überall verbessern. Läuferisch, taktisch und diszipli-
narisch. Auch das Puck-Management und das Zweikampfverhalten müssen wieder besser werden.» Kuonen ist froh, dass es sofort weitergeht. «So können wir nicht zu lange über die Niederlage nachdenken.» Dass der Dämpfer vom Dienstag negativ nachwirkt, glaubt er nicht. «Das darf nicht sein. In den Playoffs sollte man nicht zu weit nach vorne aber auch nicht zu weit zurück schauen. Das Kurzzeitgedächtnis ist da sehr wichtig.» 

14.03.2019 ::
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