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Wie sich der Wald entwickelt hat
Kanton Luzern:

Der Wald ist vielfältiger geworden, aber es wird zu wenig Holz genutzt, wie der Nachhaltigkeitsbericht zeigt. Aktuell beschäftigen noch die Folgen der Winterstürme.

Der Nachhaltigkeitsbericht zeichnet ein Bild des Luzerner Waldes Ende 2017. Darin ist zu lesen, dass sich in den letzten zehn Jahren keine grossen Schäden ereigneten. Entsprechend hat sich die Population von Borkenkäfern auf tiefem Niveau eingependelt. Änderte dies mit den Winterstürmen? «Was die Borkenkäfer anbelangt, ist die Lage noch ruhig», erklärt Bruno Röösli, Abteilungsleiter Wald des Kantons Luzern. Mit einem gewissen Zuwachs müsse diesen Sommer gerechnet werden, weil warmes Wetter die Vermehrung begünstige. 

Das Holz, das im Winter umgeworfen worden ist, habe zum grössten Teil beseitigt werden können. «Eine Ausnahme bildet das Gebiet Hilferen-Hürnli. Dort wurden die vielen kleinen Streuschäden in erster Priorität angegangen, weshalb noch nicht alle grossen Flächen hätten aufgerüstet werden können, berichtet Röösli. 

Dominante Fichte, wenig Laubbäume

Von den Borkenkäfern ist der Buchdrucker die berüchtigtste Art; er befällt nur Fichten. Davon findet er in den Wäldern des Kantons Luzern reichlich, wie im Nachhaltigkeitsbericht zu lesen ist. Mit 40 Prozent ist die Fichte die häufigste Baumart; gefolgt von der Weisstanne (33 Prozent) und der Buche mit 17 Prozent. Der Laubholzanteil beträgt, über den ganzen Kanton betrachtet, 28 Prozent. «Für einen naturnahen Wald», steht im 20-seitigen Bericht, «müsste der Laubholzanteil 40 Prozent betragen.» 

Positiv wertet Röösli, dass die Fläche der Waldreservate mittlerweile auf vier Prozent habe ausgedehnt werden können. Dadurch werde die biologische Vielfalt gefördert, steht im informativen Bericht. 

Weniger schön sind die Zahlen der Holznutzung, die einen Drittel höher ausfallen könnten, was auf die tiefen Preise und die aufwändige Ernte – vor allem in steilen, abgelegenen Wäldern – zurückzuführen ist. Die Folge ist ein überalterter Wald. «Der Kanton unterstützt den Seilkraneinsatz, damit Holzschläge in solchen Gebieten zumindest kostendeckend sind und die Wälder verjüngt werden.»


19.07.2018 :: zue.
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