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Wie die Bevölkerung unterwegs ist
Bern-Mittelland:

Mehr autofreie Haushalte, mehr Wege mit dem dem ÖV, mehr Freizeitfahrten: Dies sind einige Ergebnisse aus dem «Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015».

Wie bereits vor fünf Jahren haben die Regionalkonferenz Bern-Mittelland und die Stadt Bern gemeinsam einen Bericht publiziert, der die Daten des «Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015» auf Regions- und Stadtebene auswertet. Hier die wichtigsten Ergebnisse daraus.

In der Region Bern besassen im Jahr 2015 rund 67 Prozent der Haushalte mindestens ein Auto. In der Schweiz lag dieser Wert mit durchschnittlich 78 Prozent bedeutend höher. Verglichen mit dem Jahr 2005 hat der Anteil der autofreien Haushalte in der Region um fünf und verglichen mit dem Jahr 2010 um zwei Prozentpunkte zugenommen. Während in der Region ein Drittel der Haushalte kein Auto besass, waren es in der Stadt Bern mit 57 Prozent mehr als die Hälfte. Im Jahr 2010 lag dieser Wert bei 53 Prozent.

Mehr öV-Abonnemente

Zugenommen hat sowohl in der Stadt wie auch in der Region Bern die Nutzung des öffentlichen Verkehrs: 2015 waren 78 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner der Region im Besitz eines öV-Abonnements, 2010 waren es 74 Prozent. Noch höher liegt dieser Wert bei der städtischen Bevölkerung: 2015 verfügten 85 Prozent entweder über ein GA, ein Libero-Abonnement oder ein Halbtax-Abonnement, 2010 waren es 81 Prozent.

Bezogen auf die zurückgelegte Dis­tanz dominierte im Jahr 2015 bei der Bevölkerung der Region Bern der motorisierte Individualverkehr mit einem Anteil von 56 Prozent, gefolgt von Bahn, Bus und Tram mit 34 Prozent. Im Gegensatz dazu legte die Bevölkerung der Stadt Bern mehr Kilometer mit dem öffentlichen Verkehr (48 Prozent) als indivi­duell motorisiert zurück (42 Prozent). Im Vergleich zum gesamten Kanton Bern (63 Prozent) oder zum gesamtschweizerischen Mittel (66 Prozent) lagen die Anteile des motorisierten Verkehrs damit deutlich tiefer.

Wieder mehr Freizeitverkehr

Mehr als die Hälfte (rund 52 Prozent) der von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Region Bern zurückgelegten Distanzen waren 2015 Freizeitfahrten. Der Freizeitverkehr hat damit seit 2010 wieder zugenommen, nachdem er von 2005 (48 Prozent) auf 2010 (43 Prozent) abgenommen hatte. Für die Freizeitfahrten war das Auto mit einem Anteil von 56 Prozent das meist genutzte Verkehrsmittel. Dieser Wert hat sich zwischen 2010 und 2015 nicht verändert. Städtische Werte dazu liegen nicht vor. 

05.04.2018 :: pd.
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