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Wes e Schnau git oder wiene Schnabu usgseht

Weme dert achegheit, de gits e Schnau, u dunger isch me! So chame dr Ortsname «Schnalle» – «Schnaue» erkläre. Eso heisst es Huus im Südweschte vo Bigle, grad ungerem Änggischtwaud. Ds Gebiet ist rächt stotzig u passt vo däm här. Scho im topographische Atlas vo 1870 isch das Heimet mit däm Name erwähnt. «Schnalle» isch e zimli exklusive Name – im Gebiet vor «Wuche-Zytig» gits das nume dert. 

Dr Ursprung vo däm Wort isch ds mittuhochdütsche «snal» – gmeint het scho das e raschi Bewegig. Zum Byspiu ds Zue-
schlaa vonere Tierfaue. 

Übrigens, d Schnaue a de Schue het e angere Ursprung: Das geit ender uf ds Wort «schnäu» zrügg. Ortsnäme mit «schnäu» gits hieumenang übrigens kener – das piess ja o nid, mir näs ja ender e chly gmüetlech. 

Was es hingäge git, sy Ortsnäme mit «Schnabu». Zum Byspiu heisst es Heimet ir Gmein Affoutere eso. D Bezeichnig chunnt hie vo dr längleche Ahöchi, wo äbe chly usgseht wiene Schnabu. Ir Gmein Schüpfheim gits äbefaus es Heimet mitem Name «Schnabu» u das ligt o ufere längleche Terasse. Bim Huus «Schnabu» füehrt übrigens dr Piugerwäg vo Schüpfheim uf Heiligchrüz düre u grad näbedranne fingt me «Herreschnabel». Dä Ortsname dütet druf häre, dass das Gebiet früecher im Bsitz vomene geistleche oder wäutleche «Herr» isch gsy. Scho im Howaldbuech usem Jahr 1433, wo d Bsitztümer vor Hoheit sy vermerkt gsy, isch «herenschnabel» erwähnt worde.

E wytere «Herreschnabu» u drnäbe o e «Schnabu» fingt me ir Gmein Wachsudorn. 1538 isch «an der Herren Schnabell» notiert worde. Namensgäbend isch hie o d Laag gsy: Das Gebiet isch o e längeri Ahöchi. 

Ir Gmein Linde gits äbefaus e «Schnabu». Das Huus ligt de ufere Gländeterasse, wo ähnlech wiene Schnabu usesteit. 

I ha o no zwe Fäu gfunge mit «Schnabu», wo nid ganz klar sy: Uf dr Gränze vo Trueb u Langnou gits dr «Schnabubachwaud» – uf au Fäu isch dä Name über-
liferet. I weiss aber nid, wele vo dene Zipfle vo däm grosse Waud eso heisst. Wyter heig me am Heimet «Bachweid» im Heimisbach früecher «Schnabuuri» gseit – schiins, wüu e Bewohner so schnäu gredt heig.  

 

Queue: «Ortsnamenbuch des Kantons Bern», «Orts- und Flurnamen des Amtes Entlebuch», www.idiotikon.ch u wyteri. Aafrage: 034 409 40 05 oder zuercher@wochen-zeitung.ch

11.04.2019 :: Bruno Zürcher
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