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Weniger Schaden aber viele Risiken
Emmental-Entlebuch:

Der Sturm «Burglind» hat vielerorts einzelne Bäume oder Gruppen umgeworfen oder abgebrochen. Die Schäden sind glücklicherweise weit kleiner als nach «Lothar».

Der Sturm «Burglind» hat im Kanton Bern rund 400’000 Kubikmeter Holz geworfen. Zum Vergleich: beim Orkan Lothar vom 26. Dezember 1999 waren es 4,3 Millionen Kubikmeter. Die umgeworfene Holzmenge «entspricht rund der Hälfte der durchschnittlichen Jahresnutzung im Kanton Bern», schreibt das Amt für Wald in einer Medienmitteilung.

Etwas weniger stark betroffen ist laut der Dienststelle Landwirtschaft und Wald der Kanton Luzern: «Insgesamt beträgt die erste, grob geschätzte Schadenmenge im Luzerner Wald rund 30 bis 50 Prozent der durchschnittlichen Holznutzung der vergangenen Jahre.»


Ruhe bewahren 

Die Forstämter beider Kantone mahnen zu Sorgfalt: «Erste Priorität bei der Beseitigung des Sturmholzes hat die Unfallvermeidung. Geworfene oder gebogene Stämme können sehr gefährlich sein und unter Spannung stehen. Immer wieder ereigneten sich in der Vergangenheit bei Aufräumarbeiten nach Stürmen schwere und auch tödliche Unfälle», hält die Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald fest. «Unterhalb der Schneegrenze ist der Waldboden zurzeit wassergesättigt und darum besonders empfindlich. Ausserhalb von Rückegassen darf nicht mit Maschinen gefahren werden, sonst entstehen infolge Bodenverdichtung langfristige Schäden.»


Fichten aufrüsten

Um die Risiken einer grösseren Borkenkäfervermehrung und damit massive Schäden am Waldbestand zu verhindern, sei insbesondere dem rechtzeitigen Aufrüstung und Abführen geschädigter Fichten grösste Beachtung zu schenken, hält das bernische Amt für Wald fest. Der kantonale Forstdienst unterstützt die Massnahmen im Bereich wichtiger Schutzwälder mit Beiträgen. 

Auch im Kanton Luzern beschränken sich die Fördergelder auf den Schutzwald. Beiträge würden etwa für Seilkran-Einsätze oder die Wiederbewaldung gesprochen.

11.01.2018 :: zue.
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