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Wenger bodigt erstmals Stucki, Sieger sind beide
Wenger bodigt erstmals Stucki, Sieger sind beide Schwingen:

Zum Schluss, was das Publikum sehen wollte: Christian Stucki gegen Killian Wenger. Überraschend schnell gewinnt Wenger den Schlussgang. Sieger sind jedoch beide.


 

Der Einstieg am Bernischen erwies sich für einen der späteren Fest-
sieger relativ harzig: im ersten Gang bekundete Christian Stucki Mühe den Nordostschweizer Gast Domenic Schneider zu bodigen. Ganze fünf Minuten konnte sich der Gast widersetzen und immer wieder aus dem Griff des Lysser drehen, erst als Stucki härter zupackte, gewann er mit Kurz. Danach wurde
Niklaus Wüthrich aus Schangnau auf den Rücken gelegt und mit
Killian von Weissenfluh machte Stucki kurzen Prozess. Auch in den folgenden Gängen war Stucki gegen den Eidgenossen Willy Graber aus Bolligen und Ruedi Roschi aus Oey nicht zu bremsen. Stuckis Schlussganggegner, der Schwingerkönig von Frauenfeld,
Killian Wenger, besiegte im ersten Gang den Röthenbacher Christian Gerber. Im zweiten Gang musste der Emmentaler Eidgenosse Phlipp
Reusser dran glauben, auch Simon Röthlisberger unterlag Wenger. Nach der Mittagspause musste Killian Wenger mit Matthias
Aeschbacher in den Ring. Beide Schwinger zeigten nicht gerade die besten Schwünge, und der Gang endete gestellt. Im fünften Gang siegte Killian Wenger mit der Maximalnote gegen Thomas Gerber aus Eggiwil. Beim Schlussganggegner von Christian Stucki hatten die Unparteiischen schlussendlich die Wahl
zwischen Matthias Aeschbacher und Killian Wenger. Hatten doch beide gleich viele Punkte nach ihren fünf Gängen. Vorgezogen wurde schliesslich der Schwingerkönig von 2010.

Christian Stucki hatte 1.25 Punkte Vorsprung auf Killian Wenger und ein gestellter Schlussgang würde
«Chrigel» genügen um als Sieger dazustehen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach nur 1.25 Minute zog Christian mit etwas zögerlich Kurz an, und Killian konterte mit einem Fussstich und vollendete am Boden, was die gut 12'000 Zuschauer mit tossendem Applaus beklatschten. Darauf Christian Stucki: «Ich war einen kurzen Moment nicht ganz konzentriert und schon war es um mich geschehen». Killian Wenger konterte erfreut: «es ist das erste Mal, dass ich Stucki besiegen konnte und das macht mich richtig stolz». Beide Schwinger haben 58.25 Punkte und sind deshalb beide erste.

 

Mehrfachsieger am Bernischen

Christian Stucki siegte bereits zum vierten Mal am Bernisch-Kantonalen, Killian Wenger zum dritten Mal. Leider gabs auch zwei namhafte Verletzte am Morgen. Im ersten Gang verletzte sich der Innerschweizer Gast, der Eidgenosse Mike Müllestein. Im Kampf gegen Killian Wenger riss Müllesteins linkes Knieinnenband, was ihn zur Aufgabe zwang. Das gleiche Schicksal blühte dem Schwingerkönig von Burgdorf. Matthias Sempach musste im zweiten Gang gegen Curdin Orlik aufgeben, nachdem er sich das Aussen- und hintere Kreuzband gezerrt sowie sich einen Muskelfaserriss in der Wade geholt hatte. Zuvor hatte er im ersten Gang Samuel Giger mit Übersprung platt auf den Rücken gelegt. 

 

Fünf Kränze fürs Emmental.

Eine hervorragende Leistung zeigte der 23-jährige Landwirt aus Süderen, Fritz Ramseier. Als bester Emmentaler klassierte er sich im hervorragenden Rang 2a mit 57.50 Punkten, gleich hinter den beiden Festsiegern. Fritz Ramseier stellt im ersten Gang gegen Jan Wittwer. Im zweiten besiegte er Andreas Schletti mit Platt. Im dritten Gang musste Fritz gegen den Eidgenosse und diesjährigen Sieger vom Nordostschweizer Schwingfest in Davos, Samuel Giger, antreten. Alle glaubten, es gehe nicht lange und um Ramseier sei es geschehen, aber «oha nein». Angriff ist die beste Verteidigung, meinte Ramseier und zeigte den Zuschauern einen bodenständigen Gang. Am Nachmittag siegte Fritz Ramseier platt gegen John Grossen aus Frutigen, dann gegen Florian Weyermann aus Lotzwil. Im sechsten Gang musste Fritz Ramseier mit dem Gastschwinger aus der Innerschweiz, dem Eidgenosse Erich Fankhauser aus Hasle, Entlebuch, in den Ring und da zeigte er wieder, was in ihm steckt. Schon beim zweiten Zusammengreifen siegte Fritz Ramseier mit einem Platt- Wurf und unter grossem Applaus eroberte der Landwirt aus Süderen den ersten Bernisch-Kantonal-Kranz. 

Mit 57.00 Punkten und Rang 4e ist Christian Gerber aus Röthenbach ebenfalls in den Kranzrängen. Im Rang 5c und 5d mit je 56.75 Punkten sind Philipp Gehrig aus Zollbrück und Matthias Aeschbacher aus Rüegsauschachen klassiert. Im letzten Kranzrang mit 56.25 Punkte ist noch der Eidgenosse aus Heimenschwand, Thomas Sempach, klassiert. Um einen Viertelpunkt, verfehlen Patrick Schenk aus Wasen und Adrian Gäggeler aus Wichtrach die Kranzränge.

 

Gäste erobern vier Kränze

Als bester Gast platzierte sich Roger Erb aus Menzingen im Rang 4a mit 57.00 Punkte. Der Nordostschweizer gewann vier Gänge und stellte zwei. Im gleichen Rang 4c. mit gleich viel Punkten, klassierte sich der
Eidgenosse Domenic Schneider aus Fritschen. Mit 56.75 Punkten kam Samuel Giger auf den Rang 5c. Den letzten Kranz
holte sich der Gast Steven Moser aus Brünisried. 

 

13.07.2017 :: Christian Frey
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