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Von Weihnachtsessen, Trainingsplänen und Guetzli
Von Weihnachtsessen, Trainingsplänen und Guetzli Festtage:

Zeit für die Familie, ein paar Guetzli oder ein Glühwein. Auch die SportlerInnen geniessen diese Zeit. Eine Auswahl von ihnen erzählt aus dem Nähkästchen…

Die «Wochen-Zeitung» stellte einigen Sportlern aus unterschiedlichen regionalen Vereinen und Klubs Fragen zum Thema Festtage oder Training.


1. Was bedeutet Ihnen Weihnachten, gibt es in Ihrer Familie spezielle -Traditionen?
2.
 Achten Sie darauf, wasSie über die Festtage essen?

3. Wie halten Sie es mit dem Training und der -Bewegung während der Festtage?

    4. Was wünschen Sie sich?


ANTON GUSTAFSSON – Eishockeyaner

1. Von Schweden, wo ich ursprünglich herkomme, kommt das traditionelle Weihnachtsessen. Wir bereiten den ganzen Tag ein Riesenmenü vor, damit wir einen reich gedeckten Tisch haben und dann geniessen wir zusammen ein feines Nachtessen.

2. Es gibt ja schon einen Unterschied zwischen «viel Essen» und «schlecht Essen», einmal im Jahr darf auch ich mir etwas Gutes gönnen.

3. Ich fühle mich schlecht, wenn ich mich zwei Tage lang nicht bewege, dann falle ich in ein Loch. Daher, werde ich auf jeden Fall etwas machen, Velo fahren oder Krafttraining.

 

Martina Ruch – OL-Läuferin

1. Zusammensein mit der Familie. Da-zu gehört ein geschmückter Tannenbaum mit vielen Kerzen, selbstgebackene Güetzi und viel Schnee.

2. Ich verfolge keinen strikten Ernährungsplan, sondern schaue, dass ich mich ausgewogen ernähre und das esse, worauf ich Lust habe. So stellen die Weihnachtsschlemmereien für mich kein Problem dar.

3. Grundsätzlich läuft das Training auch während der Feiertage weiter und es bleibt keine Zeit zum Faulenzen, denn für uns OL-Läufer ist das Wintertraining sehr wichtig. Das bildet die Basis für die ganze Saison. Der Vorteil vom Trainieren ist, dass man dann am Abend beim Weihnachtsessen grossen Appetit hat.

 

Anita Lehmann – Adventure-Läuferin

1. Die Bedeutung der Weihnachten ist die Erinnerung an die Geburt Jesus Christus. Also sollten wir uns daran erinnern.

2. Ich esse das ganze Jahr über, was ich gerne habe und alles mit gesundem Menschenverstand. Das ist auch in der Weihnachtszeit nicht anders.

3. Ich bin in keinem Klub und trainiere nach keinem Plan. Ich brauche einfach Bewegung, weil ich sonst zu zappelig bin. Also ist die Gefahr, dass ich über die Feiertage zu wenig Bewegung bekomme, nicht gross. Ich kann gar nicht faulenzen.

4. Ich wünsche mir jedes Jahr aufs Neue: Zufriedenheit! Einfach zufrieden sein.

 

Sina Siegenthaler – Snowboarderin

1. Wir haben jedes Jahr einen sehr grossen Weihnachtsbaum mit Tannenzapfen und viel Schmuck im Wintergarten. An Weihnachten zünden wir jeweils die Kerzen an und essen im Kerzenschein ein köstliches, selbstgekochtes Menü – meistens mit dem ersten, hausgemachten «Suurchabis» und einem guten Stück Fleisch.

2. In der Weihnachtszeit esse ich grundsätzlich nicht mehr Süsses als sonst. Ich erlaube mir gerne ein paar Güetzi, das liegt meiner Ansicht nach gut drin. In den letzten Jahren haben wir nicht mehr viele Güetzi gebacken, denn auch meine Geschwister sind Sportler und halten sich damit in Grenzen. Fehlen darf es aber nicht: es ist zwar nicht das Ideale für die körperliche Fitness, ist aber für die Seele etwas vom Besten! Glühwein trinke ich nicht, denn ich habe mich generell gegen Alkohol entschieden.

3. Dieses Jahr bin ich bis zum 23. Dezember in einem viertägigen Lager. An Heiligabend, Weihnachten und am Stephanstag werde ich zuhause sein. Ich kann jedoch nicht ausschliessen, dass ich an diesen Tagen nicht auch noch auf die Piste im wunderschönen Skigebiet Bumbach gehe. Vom 27. bis am 30. Dezember bin ich wieder in Grindelwald am Trainieren. Das Training kommt somit nicht zu kurz!

4. Ich wünsche mir eine verletzungsfreie Saison in der ich mit meiner Leistung zufrieden sein kann.

Luca Aerni – Skifahrer

1. Weihnachten war bis vor zwei Jahren immer eine Zeit, in der ich mich ausruhen konnte. Ich konnte drei, vier Tage zuhause sein. Seit dem letzten Jahr fahre ich nicht mehr ausschliesslich Slalomrennen und habe dementsprechend nicht mehr so viele freie Tage. Am 24. Dezember kann ich wenigstens mit meinen Eltern und Geschwistern und meiner Freundin gemütlich zusammensitzen. Dazu gehört ein feines Essen, meistens Fondue Chinoise, und «Gschänkli verteile».

2. Zu diesem einen Festessen werde ich bestimmt auch ein Glas Wein trinken. 

3. Fürs Faulenzen bleibt keine Zeit. Eine kleine Trainingseinheit (Auslaufen, Stretching) gehört halt auch in den Tagesablauf.

4. Ich wünsche mir einfach ein frohes Fest mit meinen Liebsten.

 

Ivars Punnenovs – Eishockeyaner

1. Tradition ist, dass die ganze Familie zusammen ist und dann wird nach lettischer Art der Tisch gedeckt. Das heisst: Es müssen zehn verschiedene lettische Spezialitäten aufgetischt werden. Das ist für mich super, denn meine Mutter, meine Schwiegermutter und meine Frau kochen heimische Spezialitäten.

2. Nein. Ich finde, wir Sportler können jetzt während der Saison alles essen, was wir wollen. Wir treiben ja so viel Sport, dass wir dies alles verbrennen. Kritischer ist es während der Sommerpause, da muss man schon etwas schauen. Aber jetzt esse ich auch Guetzli.

3. Was wir in Lettland nicht kennen, ist der Adventskalender. Bei uns gibt es einfach am 24. Dezember ein Geschenk. Meine Frau und ich freuen uns immer darauf, die Geschenke besorgen zu gehen. Wir verbinden das nämlich mit einem Ausflug nach Konstanz. Ich habe ja mal bei Romanshorn gespielt, von dieser Zeit her kennen wir Konstanz sehr gut. Wir besuchen dann immer Freunde und ich muss meine Frau jedesmal noch in ihr Konstanzer Lieblingslokal ausführen. 

 

Jonas Mosimann – Triathlet

1. Traditionell gibt es um Weihnachten immer viele Familienessen. Ich geniesse es, die Zeit mit der Familie zu verbringen und auch mal den Kopf abschalten zu können.

2. Die Winterzeit nutze ich als Triathlet vor allem als Saisonpause und gönne mir so auch einige Guetzli und ab und zu einen Glühwein. 

3. Trainiert wird in dieser Zeit auch nur sporadisch. 

4. Persönlich wünsche ich mir ein verletzungsfreies und erfolgreiches 2018.

Matthias Aeschbacher – Schwinger

1. Weihnachten bedeutet für mich gutes Essen, sich mit vielen Leuten treffen und einige schöne Tage haben. Spezielle Traditionen haben wir nicht. Jedoch haben wir mit «Wichtelen» begonnen, so muss man auch nicht allzu viele Geschenke besorgen. Ich finde das super.

2. In der Weihnachtszeit erlaube ich mir alles. Ich habe kein Problem damit, wenn ich etwas zunehme in dieser Zeit, schliesslich geht es ja auch ums Geniessen. 

3. Da ich Anfang nächsten Jahres zwei Sportler-WKs in Magglingen absolviere, kann ich über die Festtage das Training gut ein wenig reduzieren und mich etwas erholen und dann frisch und munter die sehr intensive Zeit in Magglingen in Angriff nehmen.

Noemi Zbären – Hürdenläuferin

1. Weihnachten ist für mich der gemütliche, stimmungsvolle und gesellschaftliche Abschluss einer meist eher etwas hektischen Vorweihnachtszeit. Ich gniesse es dann mit meiner Familie beisammen zu sein, etwas Spezielles und Leckeres zu essen und einige Weihnachtslieder anzustimmen, auch wenn ich nicht eine besonders begabte Sängerin bin. Daher ist Weihnachen für mich Familienzeit.

2. «Schnouse» in der Weihnachtszeit gehört einfach dazu. Vor allem der Teig beim Güetzibacken muss doch ordentlich probiert werden. Allerdings bin ich sehr streng mit mir, was Alkohol betrifft. Für mich gibt es daher meist den ebenso feinen alkoholfreien «Chlousemost».

3. Da dieses Jahr die offiziellen Feiertage auf das Wochenende fallen, werden wir unser Training fast normal durchziehen können. Und faulenzen kann man auch noch, wenn das Training beendet ist.

4. Den weltbesten Braten von meinem Grosi beim Weihnachtsessen. Da sind wir schon wieder beim Essen.

Benjamin Neukomm – Eishockeyaner

1. Es ist meine Lieblingszeit. Ich habe sehr gerne Schnee, viel Schnee und die Familie. Es ist die Zeit, in welcher die Familie zusammenkommen kann und wir es schön haben miteinander.

2. Wir haben den Heiligabend, an dem die ganze Familie zusammenkommt – relativ klassisch. Wir essen Fondue Chinoise, manchmal auch etwas Ausgefalleneres. Dann singen wir ein paar Lieder und es werden Geschenke ausgepackt.

3. Nein, die Weihnachtspause ist die längste Pause während der Saison, da darf man es sich schon auch mal gut gehen lassen. Wir haben danach noch genügend Trainings, um den Weihnachtsspeck wieder wegtrainieren zu können und für das nächste Spiel in Form zu kommen. Ich freue mich auf jeden Fall am meisten auf die zwei, drei Büchsen Guetzli von meiner Grossmutter, nur für mich alleine.

 

Eva Hürlimann – Triathletin

1. Wir schmücken jedes Jahr gemeinsam den Weihnachtsbaum, da helfen unsere Kinder mit Elan mit. Mein Mann hat immer Erbarmen mit krummen Bäumen, da diese eh niemand will. So steht wohl auch dieses Jahr ein schräger Baum in unserer Stube, ganz schön edel geschmückt mit weissen Kerzen, silbrigem Schmuck, Glaskugeln und Sternenregen.

2. Das Guetzlibacken mit den Kindern gehört für mich zur Adventszeit dazu. Ich esse diese dann gerne als zusätzliche Energie vor einem Longjogg. Mit Brunsli im Bauch lässt sich ganz gut im Schnee und in den Wäldern herumbrunseln. Mit dem Essen passe ich mich grundsätzlich der Familie an. Meine Tochter darf an Weihnachten ihr Geburtstagsmenü bestimmen, dieses Jahr wünscht sie sich ein Käsefondue. Und an der Familien-Weihnachten geniessen wir eine gemütliche Tisch-Pizza-Runde. Nebst dem täglichen Liter Ingwer-Tee gönne ich mir zu einem guten Essen auch gerne ein Glas Rotwein.

3. Im Winter ist mein Trainingsumfang generell viel kleiner als im Frühling. So kann sich der Körper etwas erholen. Neu habe ich das wilde Winterlauftraining mit Laufkollegen im Emmental entdeckt. Wild, weil wir eine wild zusammengewürfelte Gruppe sind und Hügel und Gräben bezwingen. Ich lerne so das Emmental ganz neu kennen! Ich freue mich bereits, wenn ich auch an den Weihnachtstagen ab und zu über die Hügel springen kann. Ansonsten geniesse ich die Familienzeit in vollen Zügen.

4. Gesundheit, eine friedliche Zeit und lichtvolle Momente mit meiner lieben Familie.

Heinz Habegger – Schwinger

1. Nichts Spezielles, Mutter kocht ein feines Essen, wir freuen uns immer auf die guten Kochkünste von ihr, dann geben wir uns ein Geschenk und geniessen das gemütliche Beisammensein.

2. Ich habe kein Problem mit den Schlemmereien. Ich kann essen, was ich will und habe keine Gewichtsprobleme. Während der Festtage trainiere ich normal weiter, vielleicht ein-, zweimal weniger, aber nach der Festzeit dann wieder umso intensiver.

4. Gesundheit, keine Verletzungen und nicht mehr zu viel Schnee (bei mir liegt zurzeit zirka 1,5 Meter Schnee). Auch, dass der neue Stall bald fertig sein wird.

 

Lukas Jutzi – Triathlet

1. In unserer Familie sind wir ganz traditionell orientiert: irgend einmal anfangs Januar wird ein Wichtellos gezogen, welches wir dann an der Familienweihnachten auflösen. Meist ist das Finden eines gemeinsamen Weihnachtsabends die grösste Herausforderung. Wenn dann schliesslich der entsprechende Abend eintrifft, wird gegessen, gesungen und Geschenke verteilt und viel gescherzt und gelacht.

2. Da man als Triathlet sowieso viel trainiert, haben die paar zusätzlichen Kalorien keinen direkten Einfluss auf das Gewicht und Training. Dazu hat gerade erst der Aufbau für die nächste Saison begonnen, somit darf man sich gerne auch mal etwas mehr gönnen. Dies vor allem auch im Hinblick darauf, dass die mental harte Zeit im Frühling und Sommer noch kommen wird. Deshalb: lieber über Weihnachten ein bisschen die Zügel lockern, damit man später noch genug Biss hat! 

3. Das Training darf über diese Zeit ein wenig unstrukturierter sein – solang die Trainingsbilanz stimmt!

4. Ich habe keinen materiellen oder «weltverbessernden» Wunsch. Ich hoffe, dass ich die Freude und Emotionen, welche ich als Sportler erleben darf, auch auf meine Schüler übertragen kann. Damit ganz viele Jugendliche erkennen, wie spannend und emotional Ausdauersport sein kann.

 

Remo Ruch – OL-Läufer

1. Ich komme gerne an Weihnachten mit der ganzen Familie zusammen. Aber auch sonst ist die Weihnachtszeit sehr schön, denn momentan ist das Trainieren bei schönem Wetter in der verschneiten Landschaft sehr cool!

2. Das Training ist auch mit Guetzli sehr gut möglich! Und sowieso: Was wäre Weihnachten ohne Guetzli? Zwischendurch trinke ich auch einen Glühwein, aber meistens bleibe ich bei einem heissen Tee oder Kaffee.

3. Auch während der Feiertage trainiere ich normal. Dabei ist meistens nur die Terminkoordination mit den verschiedenen Festen ein Problem.

4. Gesund und verletzungsfrei bleiben und schöne Festtage mit der Familie erleben.

 

Joel Wicki – Schwinger

1. Ja, wir haben immer etwa den gleichen Ablauf. Wir gehen um 17.00 Uhr in die Kirche und danach nach Hause zum Fondue-Bourguignonne-Essen, dann singen wir ein Weihnachtslied neben dem Christbaum und lassen den Abend ausklingen. Dieses Jahr werde ich jedoch mit meiner Freundin über Weihnachten und Neujahr irgendwo an derWärme Ferien machen.

2. Die Weihnachtsschlemmereien gehören natürlich dazu. Ich liebe Süssigkeiten, die Guetzli sind frisch am besten, daher bleiben sie nie lange am Lager. Glühwein habe ich weniger gern. Bei uns gibt es kein spezielles Sportleressen, aber wir essen qualitativ gutes Fleisch.

3. Ich mache über Weihnachten eine Trainingspause, das ist auch ein Grund, warum ich gerade jetzt in die Ferien gehen kann.

29.12.2017 :: Olivia Portmann
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