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Von Tempo 80 zu 60 und wieder zu 80
Von Tempo 80 zu 60 und wieder zu 80 Grosshöchstetten:

Zwischen Konolfingen und Grosshöchstetten kann wieder mit Tempo 80 gefahren werden. Dass die 60er-Tafel entfernt wurde ohne zu -informieren, kommt nicht gut an.

Es dürfte dem einen oder anderen Autofahrer aufgefallen sein, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Thunstrasse zwischen Grosshöchstetten und Konolfingen geändert hat. Seit dem 6. September kann ab der Höhe der H. P. Siegenthaler AG wieder auf 80 beschleunigt werden, wie das schon bis vor einem Jahr der Fall war. Von Konolfingen herkommend muss die Geschwindigkeit erst eingangs Grosshöchstetten auf 60 gedrosselt werden und nicht mehr bereits kurz nach der Bahnunterführung.

Tempo 60 nicht eingehalten

Es habe sich um einen gesetzlich festgelegten einjährigen Verkehrsversuch gehandelt, erklärt Pierre Ballmann, Projektleiter Verkehrstechnik im Oberingenieurkreis II, auf Anfrage. Auslöser seien die Pläne einer Firma gewesen, an dieser Strecke einen Neubau mit einer neuen Zufahrt zu erstellen. Im Tempo-80-Bereich müsse die Sichtweite bei einer Ausfahrt 110 bis 140 Meter betragen. Weil dies am betreffenden Ort nicht der Fall gewesen sei, habe man testweise Tempo 60 eingeführt. Bei dieser Geschwindigkeit reiche bereits eine Sichtweite von 70 bis 90 Metern. «Der Versuch diente dazu, herauszufinden, ob Tempo 60 auf diesem Streckenabschnitt ohne zusätzliche Massnahmen eingehalten wird», führt Pierre Ballmann aus. Es habe sich herausgestellt, dass dies nicht der Fall sei und die Mehrheit der Automobilisten mehr als mit 60 Stundenkilometern fahre. 

Das bedeute, dass die Bauherrschaft bauliche Massnahmen treffen müsse, um die Sicherheit bei der Ein- und Ausfahrt zu gewährleisten, umschreibt der Projektleiter die Folgen. Da derzeit kein Bauprojekt vorliege und der Versuch beendet worden sei, habe das kantonale Tiefbauamt das ursprüngliche Temporegime wieder signalisiert.

Gewartet mit Baueingabe

«Dass sozusagen in einer Nacht- und Nebelaktion die Verkehrstafeln ausgewechselt wurden, erstaunt, ja verärgert uns sehr», sagt Hans Hohloch. Er vertritt die Bauherrschaft, die -Aldomo Immobilien AG, welche an der Thunstrasse 22 bauen will. Als der Verkehrsversuch gestartet worden sei, habe man sich mit allen Beteiligten zu einem Gespräch getroffen. «Ich hätte erwartet, dass wir mindestens über die Auswertung des Versuchs informiert worden wären und man das weitere Vorgehen besprochen hätte.» Es sei nämlich so, dass die Aldomo AG nach wie vor bauen wolle, betont Hans Hohloch. Das Vorprojekt liege pfannenfertig vor. «Wir haben mit der Baueingabe gewartet, weil wir das Resultat des Versuchs abwarten wollten.» Solange nicht klar sei, wie sich die Situation präsentiere, habe es keinen Sinn, ein Baugesuch einzugeben. Hans Hohloch ist der Meinung, dass es auf diesem Strassenabschnitt so oder so Tempo 60 brauche, denn schon heute würden dort zwei Ausfahrten bestehen. «Und wenn die Leute zu schnell fahren, muss man halt einen Blechpolizisten hinstellen, bis das Tempo eingehalten wird.»

Gemeinderat wurde überrascht

Auch der Gemeinderat Grosshöchstetten wurde vom Kanton nicht über das Auswechseln der Tafeln informiert. «Wir waren schon etwas überrascht, als plötzlich wieder Tempo 80 signalisiert war», sagt Gemeindepräsidentin Christine Hofer. Der Ressortleiter werde nun beim zuständigen Oberingenieur vorsprechen und sich ins Bild setzen lassen. «Aus unserer Sicht wäre es wichtig, auf dieser Strecke Tempo 60 definitiv einzuführen.»

13.09.2018 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
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