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Von der Scholle bis auf den Teller
Schangnau:

Die Bernische Stiftung für Agrarkredite (BAK) gewährt Landwirtinnen und Landwirten seit 75 Jahren finanzielle Unterstützung. In Schangnau wurde Geburtstag gefeiert.

In den 1930er Jahren hatten viele Bauernbetriebe im Kanton Bern mit Schulden zu kämpfen. Nicht selten waren Zwangsversteigerungen unumgänglich. Um die notleidenden Bauern zu unterstützen, reagierten der Bund und der Kanton Bern mit Kreditbeschlüssen. So wurde 1932 die Bernische Bauernhilfskasse gegründet, die Vorläuferin der heutigen Bernischen Stiftung für Agrarkredite (BAK). Die damalige Genossenschaft vergab zinslose Darlehen und in Einzelfällen sogar nicht rückzahlbare Beiträge. Vor 75 Jahren wurde von der Bauernhilfskasse parallel die heutige Stiftung gegründet, welche im Jahr 2016 insgesamt 340 Kredite mit einer Gesamtsumme von über 66 Millionen Franken bewilligte. Als Präsident freut sich Ulrich Stoller an der Jubiläumsfeier in Schangnau über diese Entwicklung: «Die Stiftung wird auch in Zukunft alles daran setzen, optimale Rahmenbedingungen für Bauernfamilien zu schaffen.» 

Starthilfe für junge Landwirte

Hans Oesch, Geschäftsführer der BAK, zeigte auf, wie sich die Landwirtschaft in den vergangenen 30 -Jahren verändert hat. «In den 1980er Jahren konnte mit einem gemischten Bauernbetrieb von rund zehn Hektaren eine Grossfamilie ernährt werden, was in der heutigen Zeit -undenkbar wäre.» Der durchschnittliche Kredit, den die BAK natürlichen Personen gewährte, sei zwischen 1984 und 2016 von 57’000 auf über 200’000 Franken gestiegen, was teuerungsbereinigt einer Zunahme von 243 Prozent entspreche. Die Bilanzsumme der BAK habe sich im selben Zeitraum aber nur knapp verdoppelt, so Hans Oesch. 

Der Geschäftsführer betonte, dass die BAK nicht nur die «Kernlandwirtschaft», sondern auch nachgelagerte oder -verwandte Bereiche unterstützte – seien dies Winzer, Käser, Müller, Berufsfischer, Hofmetzger oder der Forst. Die Stiftung finanziere quasi von der Scholle bis auf den Teller. In den meisten Fällen gehe es darum, jungen Landwirtinnen und Land-wirten mit einer Starthilfe den Übergang in die Selbständigkeit zu ermöglichen. Die Stiftung engagiere sich dafür, den Kreditnehmenden eine Zukunft ohne finanzielle Schwierigkeiten zu gewähren.

05.10.2017 :: pd.
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