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Vom bequemen zum unbequemen Gegner
Vom bequemen zum unbequemen Gegner SCL Tigers:

Die SCL Tigers bleiben zusammen mit Ambri selbst nach der schlechtesten Doppelrunde dieser Saison mit Niederlagen zuhause gegen Servette (0:3) und in Davos (1:5) die positive Überraschung. Grund – im dritten Spiel innert vier Tagen zeigten sie in Lugano eine ganz starke Reaktion und erkämpften sich mit einem 4:2-Sieg wie schon Anfang Oktober (4:1) erneut drei Punkte im Tessin. Die Chance auf die zweite Play-off-Teilnahme nach 2011 ist elf Runden vor Schluss der Qualifikation weiterhin vorhanden. Der Vorsprung auf die unter dem Strich liegenden Luganesi beträgt dank dem Sieg in der Direktbegegnung wie vor der missglückten Doppelrunde acht Punkte und die Reserve auf Fribourg (Rang 10) ist sogar von sieben auf zehn Punkte angestiegen. Die letzten drei Spiele der Langnauer zeigten mit aller Deutlichkeit, dass man den Schlüssel für Punktgewinne nicht lange suchen muss. Er liegt im Spiel bei Vollbestand, bei fünf gegen fünf Feldspieler. Gegen Servette (0:3) und Davos (0:5) fiel die Bilanz negativ aus, in Lugano hingegen positiv (3:2). Die Bilanz aller bisherigen 39 Spiele mit 63 Punkten liefert eine aussagekräf-tige Bestätigung.

– 55 der total 63 Punkte (87,3 %) holten sich die Langnauer in 19 Spielen mit einer positiven 5-gegen-5-Bilanz.

– Sechs Punkte (9,5 %) in drei Spielen mit einer ausgeglichenen 5-gegen-5--Bilanz.

– Bloss zwei Punkte (3,2 %) in einem Spiel mit einer negativen 5-gegen-5--Bilanz, dem 3:2 nach Penaltyschiessen zuhause gegen Lugano.

– Zum Vergleich: 16 Mal gingen die Tigers mit einer negativen 5-gegen-5--Bilanz und ohne einen einzigen Punkt vom Eis.

Die letzten drei Spiele innert vier Tagen inklusive zweier langen Busfahrten nach Davos und Lugano, nur einem Ruhetag und entsprechend eingeschränkter Erholungszeit sollten auch jene Kritiker eines Besseren belehrt haben, welche die Ursache für die schwachen Leistungen gegen Servette und Davos voreilig bei einer Spielplan-Benachteiligung fanden. Die SCL Tigers haben mit ihrem Auftritt in Lugano bewiesen, dass sie genügend Moral und Energie auch für ein aussergewöhnlich anstrengendes Programm haben. Die Doppelrunde war in erster Linie deshalb eine Enttäuschung, weil die Mannschaft beim gesamten Defensivverhalten, bei der konzentrierten und disziplinierten Umsetzung von System und Taktik, der Organisation und dem Positionsspiel vor allem in der eigenen Verteidigungszone ungewohnte Schwächen zeigte. Ausnahmsweise waren sie ein bequemer Gegner, in Lugano jedoch, kehrten sie zum Ehlers-Hockey zurück und waren ein unbequemer und erfolgreicher Gegner. 

31.01.2019 :: Werner Haller
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