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Ville Koistinen von Langnau nach Ingoldstadt
Ville Koistinen von Langnau nach Ingoldstadt SCL Tigers:

Es war im Dezember 2016 als der kanadische Stürmer Brendan Shinnimin die Vereinsführung der SCL Tigers um die Auflösung seines Vertrages bat, weil er seiner Meinung nach zu wenig zum Einsatz kam.

Einen Monat später gelangte der Amerikaner Rob Schremp mit dem gleichen «Wunsch» an die sportliche Leitung der Langnauer. Wiederum nur wenige Wochen danach sorgte Publikumsliebling Chris DiDomenico für Aufsehen, als er dem Klub mitteilte, er wolle unter allen Umständen ein Angebot aus der NHL annehmen und sei nicht mehr bereit, für Langnau zu spielen.

Und nun, am Neujahrstag 2018, veröffentlichten die Tigers eine Pressemitteilung mit dem Titel «Ville Koistinen verlässt die SCL Tigers». Im Text vernahm man, dass der Finne dies aus «privaten Gründen» und per sofort tue. Obwohl in Langnau schon seit einigen Wochen Gerüchte kursierten, dass der 35-Jährige familiäre Probleme habe, kam die Meldung überraschend. Weil aber auch Spitzensportler ein Anrecht auf Privatsphäre haben, muss der Abgang des Verteidigers akzeptiert werden. Dass einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft keine 24 Stunden nach dem verkündeten Abgang aus dem Emmental aber bereits als neues Mitglied des deutschen DEL-Vereins Ingolstadt vorgestellt wurde, ist dann doch etwas irritierend.

Wie dem auch sei, die Saison muss für die Tigers auch ohne den am meisten eingesetzten Spieler des Teams weitergehen. Und das tat sie am vergangenen Dienstag wenig erfolgreich. Nachdem schon die letzten drei Partien des Jahres 2017 verloren gingen, misslang mit dem 2:4 in Genf auch der Start ins neue Jahr. Die Emmentaler zeigten zwar eine engagierte Leistung und hatten durchaus ihre Chancen, am Ende machte aber die Effizienz den Unterschied zu Gunsten von Servette aus.

Trotz vier Niederlagen ist der Strich und somit der letzte Playoff-Rang weiterhin nur drei Punkte entfernt. In erster Linie muss die Mannschaft von Heinz Ehlers ihren Blick nun aber nach hinten richten. Ambri auf Platz elf ist bis auf sieben Punkte an die SCL Tigers herangerückt. Die aktuell schwierige Situation der Emmentaler wird durch den Spielplan auch nicht gerade verbessert. Morgen Samstag (auswärts) und am Sonntag (zuhause) wartet gleich zweimal der Meister und Leader SC Bern.

05.01.2018 :: Christoph Schär
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