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Viktor Östlund für Ivars Punnenovs
Viktor Östlund für Ivars Punnenovs SCL Tigers:

Die Emmentaler sind eine grosse Sorge losgeworden. Sie haben mit Viktor Östlund innert kürzester Frist einen Ersatz für den schwer verletzten Torhüter Ivars Punnenovs gefunden.

Die SCL Tigers konnten vom schwedischen Klub Västerviks, der in der zweithöchsten Liga (Allsvenskan) spielt, bis Ende der laufenden Saison Viktor Östlund übernehmen. Der 24-jährige Sohn des ehemaligen Fribourg-Goalies Thomas Östlund (1996/97 bis 2000/01) löste als Gottéron-Piccolo eine Schweizer Lizenz und belastet damit das Ausländerkontingent der Langnauer nicht. Ivars Punnenovs wird in dieser Saison kaum mehr spielen. Der lettische Nationalmannschafts-Torhüter erlitt im letzten Spiel vor der Festtagspause gegen Lugano einen Muskelabriss im Adduktorenbereich und musste
operiert werden. Noch schwerere Zeiten hat Viktor Östlund durchgemacht. Mit 21 Jahren erkrankte er an Lymphdrüsenkrebs. Doch nach zwölf Chemotherapien in sechs Monaten und einem Gewichtsverlust von zwölf Kilos hatte er im August 2015 den schwersten Kampf seines Lebens gewonnen. «Es war die Hölle», sagte er nach seiner Rückkehr ins Eishockey. «Aber ich habe auch unglaublich viel gelernt. Ich hatte immer nur ein Ziel vor Augen, gesund werden und zurück ins Tor. Und ich habe es, schneller als erwartet, geschafft.» Die moralische Unterstützung, die er von allen Seiten erhielt, wird Viktor Östlund nie vergessen. «Alle meine Klubs,
darunter auch Lugano, wünschten mir mit Stickern auf den Spielerhelmen alles Gute und das gab mir enorm viel Energie.» 

Von den Wings Arlanda, einem Klub in der drittobersten Liga Schwedens, erhielt er nach seiner Genesung einen Vertrag für die Meisterschaft 2015/16. In der gleichen Saison verpflichtete ihn Lugano Ende Oktober als Nummer 2 hinter Elvis Merzlikins. Viktor Östlund war 27mal Ersatz, doch im allerletzten Qualifikationsspiel am 26. Februar 2016 wurde er vom damaligen Headcoach Doug Shedden sozusagen als Dankeschön im Derby gegen Ambri (4:6) eingesetzt. Seither versucht er, alle Chancen, die er erhält, so gut wie möglich zu nutzen. Bei den Nybro Vikings (Division 1) war er in der Saison 2016/17 mit einer Abwehrquote von 92,2 Prozent und einem Gegentordurchschnitt von 2,29 ebenso die Nummer 1 wie in der Meisterschaft 2016/17 bei Västerviks in der zweithöchsten Spielklasse (91,3/2,44). In der laufenden Saison wurde Viktor Östlund beim schwachen Team von Västerviks (Rang 11 unter 14 Mannschaften) von seinem Landsmann Emil Kruse als Startinggoalie abgelöst. Doch dies ist aufgrund seiner Lebensgeschichte zweitrangig. 

04.01.2019 :: whl.
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