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Vielfältige Musik aus Wien
Konolfingen:

Das Orchester Konolfingen brillierte am Herbstkonzert mit Werken, die in Wien uraufgeführt wurden und deren Komponisten eine Zeit lang dort lebten.

Ein Dutzend zugezogene Bläser, ein paar Solisten, ein gut disponiertes Streicherensemble und eine souveräne Leitung trugen zu einer interessanten musikalischen Vielfalt bei. Als Auftakt erklangen die Ouvertüre und einige Stücke aus der Ballettmusik «Die Geschöpfe des Prometheus» von Beethoven. Die Teile des Schlüsselwerkes sind laut Programmflyer der Inszenierung von Salvatore Vigano schwierig zuzuordnen. Dem Orchester, von Peter Knecht souverän geführt, gelang es aber, die verschiedenen Abschnitte des Ballets glaubhaft darzubieten. Zuverlässige Bläser und das Solo-Cello unterstützten die Streicher sehr schön.

Virtuos und einfühlsam

Im «Notturno» von Arnold Schönberg zeichneten sich die Solistinnen mit Violine und Harfe aus und bildeten den Übergang zu J. N. Hummels Klavierkonzert op. 85, welches fast hundert Jahre früher entstanden ist.Wie wenn es die leichteste Sache der Welt wäre, interpretierte Orestis Chrisomalis dieses melodiöse, geschmeidige Werk. Die beiden schnellen Ecksätze (Allegro moderato) verlangten grosse Virtuosität, während beim Mittelsatz (Larghetto) viel Einfühlungsvermögen gefragt war. Der Solist beherrschte beides. Ab und zu drohte er die begleitenden Streicher etwas zu erdrücken, was jedoch auch im Werk selber, das dem Klavier eine überragende Rolle erteilt, bedingt ist.  Chrisomalis durfte verdienten grossen Applaus entgegennehmen und erfreute mit einer Zugabe. 

Zum Schluss spielte das gut gelaunte Orchester den Walzer «Rosen aus dem Süden» von Johann Strauss Sohn. Fast in der Unterhaltungsmusik landend, bescherten die Ausführenden dem Publikum die im Untertitel des Konzerts genannten Musenküsse und Freudentänze. Stehende Ovation war die logische Folge nach einem wunderbaren Erlebnis. 


 

09.11.2017 :: jsg.
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