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Viele Autos fahren zu schnell durch Grünenmatt
Viele Autos fahren zu schnell durch Grünenmatt Grünenmatt:

Zu Fuss entlang der Kantonsstrasse durch Grünenmatt unterwegs zu sein, ist ungemütlich und gefährlich. Eine Sanierung der Ortsdurchfahrt soll Abhilfe schaffen.  



Darüber, dass eine Sanierung der Ortsdurchfahrt Grünenmatt nötig ist,  waren sich die gut 20 Anwesenden an der Mitwirkungsversammlung einig. Täglich sind durchschittlich 6300 Fahrzeuge Richtung Ramsei und 5000 Richtung Sumiswald unterwegs. Viele davon fahren schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer. Vom Tannerstutz bis Ortsausfahrt Richtung Sumiswald fehlt das Trottoir, der Geh- und Veloweg Richtung Ramsei ist zu eng. Zudem stehen die beiden Fussgängerstreifen nicht am richtigen Ort, und wer von der Lützelflüh-strasse her in die Kantonsstrasse einbiegen will, hat mangelhafte Sicht, weil die «Haifischzähne» bereits vor dem Trottoir aufgemalt sind.

Diese Mängel will das Tiefbauamt des Kantons Bern nun beheben. Zusammen mit Gemeindevertretern stellten Anna Steiner vom Oberingenieurkreis IV und Anja Welke vom Ingenieurbüro Ostag das Projekt «Sanierung Ortsdurchfahrt Grünenmatt» an einer Mitwirkungsveranstaltung vor.

 

Eingangstore verlangsamen Verkehr

«Wir können die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmr nicht erziehen. Aber mit sogenannten Torsituationen beidseits des Dorfes werden wir bei vielen eine Temporeduktion erwirken können», sagte Projektleiterin Anna Steiner. Diese Eingangstore bestehen aus einer Ausbuchtung der rechten Fahrbahn sowie einer Mittelinsel. Im südlichen Teil, Richtung Ramsei, soll die Mittelinsel auch den Mofa- und Velofahrenden dienen, welche dort die Strasse queren wollen. Zu diskutieren gab insbesondere das Eingangstor am südlichen Dorfeingang. Diese Ausbuchtung würde ihren Abschluss vor einem Gartenzaun finden, bei welchem sich bereits mehrere Unfälle ereignet hätten, riefen einige Dorfbewohner in Erinnerung. Würde dort die Strasse wieder verengt, werde die Situation noch gefährlicher, mahnten sie. Andere sprachen sich dafür aus, dass man dort mit einer Massnahme zuwarten solle bis klar sei, was auf dem angrenzenden, zum Verkauf ausgeschriebenen Bauland dereinst zu stehen komme. Vielleicht müsste ja dann das Trottoir entlang dieses Landstücks weitergezogen werden, wurde begründet. Ein Votant meinte, das Tor mit temporeduzierender Wirkung sollte bereits vor der Garage Grossenbacher erstellt werden. Anna Steiner äusserte Bedenken, dass die Distanz zum gefährdeten Dorfkern zu lang sei, so dass dort bereits wieder zu schnell gefahren würde. 

Neue Markierung und ein Trottoir

Gut aufgenommen wurde der Plan, bei der Einmündung von der Lützelflühstrasse her die «Kein Vortritt»-Markierung unmittelbar am Rand der Kantonsstrasse anzubringen, so dass sich die Sicht in beide Richtungen verbessert. Auch die Versetzung der Fussgängerstreifen um einige Meter war kaum bestritten. Wichtig sei, dass diese besser beleuchtet seien als die bestehenden, lautete der Tenor. Bezüglich des geplanten Trottoirs vom Blumenladen bis zum südlichen Tor wurde bemerkt, dass dieses so gebaut werden müsse, dass es nicht als Ausweichstelle für Autos dienen könne.  

Baustart frühestens im Sommer 2019

So sehr sich die Bevölkerung in Grünenmatt eine sicherere Dorfdurchfahrt wünscht: Ganz so schnell geht die Sache nicht über die Bühne. Bereits Anfang 2011 stellte eine IG einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Im Dezember 2015 gelangte der Kanton mit den Vorschlägen an die Gemeinde. Jetzt läuft die Mitwirkung. Bis der genehmigte Strassenplan vorliege, werde es sicher Herbst 2018, so dass frühestens im Sommer 2019 mit dem Bau be-
gonnen werden könne, informierte Anna Steiner. Kosten werde das
Projekt zirka eine halbe Million Franken. 



15.06.2017 :: Jakob Hofstetter
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