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Verwaltungskreise: Keine Wechsel
Bowil/Linden:

Der Regierungsrat lehnt die Gesuche der Gemeinden Bowil und Linden für einen Wechsel des Verwaltungskreises ab. Die Gemeindepräsidenten sind überrascht und enttäuscht.  

«Nach Ansicht der Kantonsregierung sind die heutigen Perimeter der dezentralen Verwaltungseinheiten nach wie vor sachgerecht und zweckmäs-sig», schreibt diese in einer Medienmitteilung. «Die Umsetzung der Verwaltungskreiswechsel wäre mit einem unverhältnismässig grossen administrativen Aufwand verbunden und würde zwangsläufig alle Perimeter der dezentralen kantonalen Verwaltungsstrukturen in Frage stellen.» 

Dass der Regierungsrat die beiden Gesuche rundweg ablehnt, kam für den Bowiler Gemeindepräsidenten Moritz Müller überraschend: «Ich habe mit einer ‹Ja aber›-Antwort gerechnet.» Ein Entscheid also, mit dem der Regierungsrat den Wechsel vom Verwaltungskreis Bern-Mittelland in jenen im Emmental zwar bewilligt, aber an hohe Hürden knüpft. 

Wie Müller ist auch Thomas Baumann, Gemeindepräsident in Linden, enttäuscht. «Die Begründung, dass der Wechsel mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden sei, ist schlicht absurd», meint Baumann. «Der Wechsel einzelner Gemeinden vom Berner Jura in den Kanton Jura  kostet den Kanton Bern sicher ein Vielfaches.» 

Als Hoffnung aufkeimte

Die Enttäuschung über den regierungsrätlichen Entscheid ist umso grösser, als nach dem Überprüfungsbericht über die «Zukunft der regionalen Zusammenarbeit» von letzten Sommer eine gewisse Hoffnung aufkeimte. Im Bericht werde aufgezeigt, dass gewisse Justierungen nötig seien, hält Moritz Müller fest. Darin steht aber auch: «Der Regierungsrat hält an den bestehenden Perimetern für die regionale Zusammenarbeit fest.» Und bei «Perimeterwechsel»: «Ein Wechsel erfordert (...) eine Gesetzesänderung, wofür der Grosse Rat zuständig ist.» Und dieser lehnte 2017 die von Moritz Müller eingebrachte Gesetzesänderung ab. 

Was nun? «Wir werden die Situation nun im Gemeinderat analysieren», sagen beide Gemeindepräsidenten. Aber gegessen ist die Sache für beide noch nicht.   

08.02.2018 :: zue.
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