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Velofahren – das grosse Lebensgefühl
Velofahren – das grosse Lebensgefühl Emmental:

Der Tourismusgipfel Emmental befasste sich mit den Chancen vom Velotourismus. Das Fazit der Veranstaltung: Die Chancen sind gross, es gibt aber noch einiges zu tun.

Am traditionellen Tourismusgipfel des Fördervereins Emmental liessen sich in Eggiwil gut 70 Personen von Nicole Diermeier, Marketingverantwortliche und Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus, über die Chancen des Velotourismus in den ländlichen Voralpenregionen informieren. Die grossen Touristenströme würden sich ans Meer, auf internationale Rundreisen oder Städtebesuche konzentrieren. 

Die Ü50 entdecken das Velo

«Der Massentourismus stösst aber an seine Grenzen, viele waren schon fast überall und sehnen sich vermehrt nach echten Erlebnissen und einer Selbstentdeckung», meinte sie. Das sei eine echte Chance für die Schweiz mit ihrer fantastischen Landschaft, den kleinen, überblickbaren Städten und den vielen kulturellen Eigenheiten, betonte Nicole Diermeier. Sie fügte an, dass gerade auch der Velotourismus zu schönen Erfahrungen und Lebensgefühlen führen könne. Besonders bei der Ü-50-Generation sei ein regelrechter Boom ausgebrochen – auch dank dem E-Bike – um stilvoll zu altern, aktiv zu bleiben, sich draussen zu bewegen und in gemächlichem Fahrtempo Neues zu entdecken. 

Voraussetzung sei allerdings, dass es für Gäste einfach sei, sich über eine Route und deren Sehenswürdigkeiten zu informieren, eine Unterkunft zu buchen oder eine Station für das Aufladen des Akkus ausfindig zu machen.

Das Emmental sei geradezu prädestiniert für den Velotourismus jeder Fahrradkategorie, sagte Christian Billau, der auf Ende Jahr scheidende Leiter von Emmental Tourismus. «Die Pässe sind nicht so lang, das Netz an Strassen und Wegen ist in unserem Streusiedlungsgebiet sehr dicht und nur mit wenig motorisiertem Verkehr belastet. Die hügelige Landschaft bietet tolle Ausblicke», stellte er fest und erwähnte als Erfolgsbeispiel die Herzroute, die nun noch Zusatzschlaufen erhalten werde.

Einzelangebote vernetzen

Isabelle Simisterra-Holenstein, die ab Januar 2018 als neue Leiterin von Emmental Tourismus wirken wird, stellte die Ergebnisse von fünf regionalen Workshops zur Erfassung der touristischen Angebote im Emmental vor. Es gehe nun darum, in einem nächsten Schritt Einzelangebote zu vernetzen und dadurch neue, attraktive Angebote – auch im Bereich Velotourismus – zu entwickeln. 

«Wir werden das in Lernwerkstätten tun. Entscheidend für den Erfolg ist, dass wir mit unseren Partnern in Netzwerken und Austauschplattformen zusammenarbeiten», meinte die Tourismusfachfrau.

09.11.2017 :: Walter Marti
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