Anmelden
«Unser Ziel ist, möglichst viele Leute zu motivieren, sich zu bewegen»
«Unser Ziel ist, möglichst viele Leute zu motivieren, sich zu bewegen» Escholzmatt-Marbach:

Seit Anfang Jahr ist Pius Kaufmann Präsident der Sportförderungskommission des Kantons Luzern. Ihr Ziel ist es, ein breites sportliches Angebot zu gewährleisten.

Die Sportförderungskommission berät den Luzerner Regierungsrat in Sportfragen. Eine weitere Aufgabe ist es, Gesuche um Beiträge aus dem Lotteriefonds zu prüfen. «Wenn beispielsweise ein Verein ein Gesuch um einen Beitrag für ein Infrastrukturprojekt stellt, prüfen wir dieses anhand eines Kriterienkatalogs. Je nach Umfang geben wir entweder eine Empfehlung an den Regierungsrat ab oder sprechen direkt Gelder», umschreibt Pius Kaufmann das Prozedere. Er ist seit einem Jahr Mitglied der Kommission und präsidiert sie seit Anfang Jahr. Es würden weiter Kampagnen zusammen mit Partner ins Leben gerufen und unterstützt, so etwa «Luzern bewegt» oder der School-Dance-Award. Ein anderer wichtiger Bereich sei die kantonale Sportstättenplanung. Sein Vorgänger, Patrick Meier, habe das kantonale Sportanlagenkonzept noch aufgegleist. «Hier wird die Planung weitergehen», stellt der neue Präsident in Aussicht.

Trainer fallen nicht vom Himmel

Besonders annehmen will sich Pius Kaufmann einer Problematik, die viele Sportvereine umtreibt, wie er weiss: Die schwierige Suche nach Trainern. «Die Entwicklung, dass zwar viele Kinder da wären, die Sport treiben möchten, es jedoch vielerorts an Trainern mangelt, bereitet mir Sorgen.» Die Kommission erhalte diesbezüglich viele Rückmeldungen von Vereinen. Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt werden könne, müssten manche Angebote wohl bald eingestellt werden, befürchtet Kaufmann. «Es geht darum, das Bewusstsein in der Gesellschaft allgemein, aber insbesondere auch bei den Eltern zu schärfen, dass ein Verein nur funktionieren kann, wenn Leute sich einbringen.» Er sei selber lange in Sportverbänden tätig gewesen und wisse, dass vom Umfeld meist viel gefordert werde, ohne Verantwortung zu übernehmen. «Daran wollen wir gemeinsam mit Jugend + Sport sowie Swiss Olympics arbeiten.»

Auch kleine Vereine sind wichtig

Wichtig erscheint dem Präsidenten der Sportförderungskommission auch, dass die Infrastruktur für den Breitensport in den Regionen gefördert wird. Es reiche nicht, wenn im Kanton Luzern ein paar Grossanlässe wie der Luzerner Stadtlauf oder das Leichtathletikmeeting stattfinden würden. «Für den Breitensport ist es unerlässlich, dass auch kleinere Anlässe und Vereine in den Dörfern Unterstützung erhalten», betont Pius Kaufmann. Es sei wichtig, die breite Vielfalt an Vereinen zu erhalten. Während es früher in einem Dorf vielleicht einen Turnverein und einen Flussballklub gab, reicht das Angebot heute von Aikido über Klettern bis Zumba. «Das ist gut so, denn unser Ziel ist es, möglichst viele Leuten anzusprechen und sie zu motivieren, sich zu bewegen.» 

Sport und Politik

Als ehemaliger Schwinger und langjähriger Präsident des Entlebucher und Luzerner Schwingerverbandes kennt Pius Kaufmann die Bedürfnisse von aktiven Sportlern und Vereinen. Der Kantonsrat und Gemeindeammmann von Escholzmatt-Marbach will sich nun auch auf politischer Ebene für den Sport einsetzen. «Ich habe viel vom Schwingsport profitiert und will etwas zurückgeben», umschreibt er seine Motivation für das neue Amt. Obwohl dem Schwingsport nach wie vor verbunden, bestehe die Gefahr nicht, dass er sich einseitig dafür einsetze. «Die Kommission ist für alle da. Ihre Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Sportarten, sei das Fussball, Behindertensport oder Leichtathletik.»

Der Aufwand, den er als Kommissionspräsident werde betreiben müsse, sei überschaubar, die Arbeit gut organisiert, sagt Kaufmann. So würden die Gesuche um Beiträge online in einem Pool von jedem Mitglied beurteilt, auf diese Weise könne ein Grossteil effizient erledigt werden.Dazu kämen Sitzungen sowie verschiedene Anlässe, die er besuchen werde.

04.01.2019 :: Silvia Ben el Warda-Wullschläger
Meistgelesene Artikel
Kolumne - Anton Brüschweiler: Letzten Donnerstag war ich mit meinem Gitarrenduo am 60. Geburtstag von Wernu engagiert. Wir...
Flüssige Übergänge zwischen den  Songs sind DJ Made My Day wichtig
Schüpfheim: Vor drei Jahren hat Cedric Steffen einen DJ-Wettbewerb gewonnen. Seitdem wird er für Partys...
Die Einen fühlen sich mächtig dank ihrer Position. Andere haben moralische...
Gotthelf Zentrum auf dem langen  Weg zu den Kulturgeldern
Emmental: Das Gotthelf Zentrum und das Gertsch Museum wollen es auf die Liste der regional bedeutenden...
Die lebendige Tradition der «Härpfli»
Zollbrück:   Aus dem Dorn- röschenschlaf erwachte ein besonderes Örgeli-Treffen im...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr