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Tragisch bis beschwingt
Langnau:

Der fünfte und letzte Kammermusikabend der Saison 2016/17 wird von Gesang und Klavierspiel der romantisch-
düsteren Sorte geprägt und endet mit Lachern im Publikum.


 

Die drei Musikerinnen und Musiker, die an diesem Abend auftreten, singen oder spielen alle nicht zum ersten Mal in Langnau. Der Bariton Roger Bucher ist sogar hier aufgewachsen und Christoph Metzger ist Leiter des Konzertchors Langnau sowie des Langnauer Orchesters. Er tritt diesen Abend aber weder als Sänger noch als Dirigent auf, sondern gibt sein pianistisches Können zum -Besten. 

Tragisch

Zu Beginn bringen Christoph Metzger und die Mezzo-Sopranistin Laure-Anne Payot den Liederzyklus «Les nuits d’été», komponiert von Hector Berlioz mit Texten von Théophile Gautier, zur Aufführung. Die meis-
ten der sieben Stücke sind von tragischem Charakter und werden vom Pianisten und der Sängerin gekonnt mit Dynamik und Spannung umgesetzt. Deutlich ist vor dem letzten, sehr schnellen und etwas leichteren Stück die Vorfreude in den Gesichtern der beiden zu sehen. 

Aufwühlend

Anschliessend singt Roger Bucher die «Lieder eines fahrenden Gesellen» von Gustav Mahler (1884-1885). Der Bariton überträgt mit Körper und Stimme die Gefühle, welche denen des Komponisten entsprechen dürften. So scheint der Sänger noch vor dem ersten Satz innerlich so aufgewühlt zu sein, dass er zu schwanken beginnt und sich kaum noch auf den Beinen halten kann. Die Stimme büsst dabei aber nichts ein.

Beschwingt

Ein Intermezzo für Klavier von Johannes Brahms leitet über zu den vier Duetten von demselben Komponisten, op. 28 (1860-1862). Hier blühen die beiden, Sängerin und Sänger, richtig auf und entlocken dem Publikum durch sängerisch-theatralische Darbietungen mehrere Lacher. Vor allem die Zugabe sorgt für einen beschwingten Abschluss der diesjährigen Kammermusik-Saison. 


 

18.05.2017 :: msb.
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