Anmelden
Torfhütten bleiben als Zeitzeugen
Wachseldorn:

 

Die Geschichte des Wachseldornmoos soll in einer der Torfhütten aufgezeigt werden. In der Blütezeit des Torfabbaus standen dort über 30 solcher Hütten. 


Das Wachseldornmoos belegt heute nur noch einen Bruchteil seiner ursprünglichen Grösse. «Man geht davon aus, dass hier eine zusammenhängende Hochmoorfläche von 19 Hektaren existierte; heute sind es noch 3,7 Hektaren», sagt Thomas Leu, Projektleiter in der Abteilung Naturförderung des kantonalen Amtes für Landwirtschaft und Natur. Ab 1814 sei während rund 150 Jahren Torf abgebaut worden. Nicht nur die Fläche hat sich in dieser Zeit massiv verringert, sondern auch die Höhe. Die heutige Torfschicht misst gemäss Leu noch einen halben bis einen Meter. Früher waren es fünf bis sechs Meter.

Torf diente während des 18. und 19. Jahrhunderts als Brennholzersatz. Dann ersetzte die importierte billigere Kohle den Torf. Durch die Rationierung von Kohle während der beiden Weltkriege kam es zu einer letzten Phase des Abbaus.

Gegenstände werden gesucht

Die Torfhütten im Wachseldornmoos zeugen von der Zeit des Abbaus. Darin wurde der gestochene Torf getrocknet. Ursprünglich, so Thomas Leu, seien über 30 Hütten hier gestanden. Fünf von ihnen befinden sich nun am Osteingang. Sie sollen als historische Zeitzeugen erhalten bleiben. In einer der Hütten wird ab Frühling 2019 auf Tafeln über die Geschichte des Hochmoors und des Torfabbaus informiert. Zudem werden Gegenstände aus jener Zeit zu sehen sein wie etwa ein Transport-Schlitten, der gefunden wurde. «Falls jemand über solches Material oder historische Bilder verfügt, kann er sich gerne bei mir melden», sagt Thomas Leu.

 

Telefon 031 636 14 67, e-mail: thomas.leu@vol.be.ch, 


11.10.2018 :: sbw.
Meistgelesene Artikel
Neues Lied fürs Emmental
Emmental: In einem neuen Lied werden die schöne Landschaft und kulinarische Produkte des Emmentals...
Kinder und Jugendliche auf der  Suche nach dem besten Zug
Trubschachen: Der Schachklub bietet seit 50 Jahren Jugendschachkurse an. Das Training vermittelt Theorie und gibt...
Vom Fürsorger zum Coach
Renato Galasso: War ein Berufsberater vor 100 Jahren vor allem als Lehrlingsfürsorger tätig, versteht er...
«Jeder in unserer Mannschaft hat das gleiche Ziel: Profi-Eishockey-Spieler in der NLA werden»
SCL Young Tigers:   Das Ziel ist klar: sie wollen Profi-Eishockey- Spieler werden. Auch wenn Keijo Weibel,...
Bundesrat Schenk erhält einen Platz
Signau: Auf dem Bahnhofplatz wird zurzeit gebaut: Es entsteht ein kleiner Park mit Ruhebänken, einem...
Wochen-Zeitung
Brennerstrasse 7
3550 Langnau i. E.
Tel. 034 409 40 01
Fax 034 409 40 09
info@wochen-zeitung.ch
Redaktion: 034 409 40 05
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07:30 - 12:00 Uhr
13:30 - 17:00 Uhr