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Tixi-Taxi-Bons gibts weiterhin
Kanton Luzern:

Menschen mit einer Mobilitätsbeeinträchtigung werden auch in Zukunft mit Fahrgutscheinen unterstützt. Kanton und Gemeinden erhöhen ihre Beiträge für 2018 und 2019.

Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung den öffentlichen Verkehr nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzen können, erhalten Gutscheine (Tixi-Taxi-Bons) zur Vergünstigung von Fahrten mit Tixis oder Taxis, für die kein anderer Kostenträger zuständig ist. Finanziert werden diese je zur Hälfte vom Kanton Luzern und von den Luzerner Gemeinden, letztere vertreten durch den Verkehrsverbund Luzern (VVL). Im Verlauf des letzten Jahres habe sich abgezeichnet, dass die 2014 ausgehandelten Beiträge von jährlich 600’000 Franken wegen der gestiegenen Zahl Berechtigter für einen kostendeckenden Betrieb nicht ausreichten, informiert die Luzerner Regierung. Deshalb kündigte die für die operative Umsetzung zuständige Pro Infirmis die Leistungsvereinbarung mit dem VVL per Ende 2017 und bot Hand für eine Neuverhandlung. Bis anhin sei eine Deckung durch Rückstellungen aus früheren Jahren möglich gewesen. Diese Mittel würden aber bis Ende 2017 aufgebraucht sein, heisst es weiter.

 

Höhere Beiträge vereinbart

Kanton und Gemeinden haben sich nun darauf geeinigt, die Beiträge zu erhöhen; 2018 auf 700’000 und 2019 auf 800’000 Franken, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement mitteilt. Zudem werde eine Risiko- respektive Defizitdeckungsgarantie von 50’000 Franken gewährt, da sowohl die Anzahl Berechtigter als auch der Anteil eingelöster Bons nicht direkt steuerbar seien. «Die Finanzierung dieser Beträge soll wie bis anhin je hälftig zu Lasten des Kantons und der Gemeinden erfolgen», ist der Mitteilung zu entnehmen. Die Leistungsvereinbarung zwischen dem Gesundheits- und Sozialdepartement und dem VVL wurde aktualisiert, dieser hat mit Pro Infirmis die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2018 und 2019 erneuert.

Die Weiterführung der Tixi-Taxi-Bons ab 2020 knüpft der VVL an den Vorbehalt, dass im Rahmen der Aufgaben- und Finanzreform 2018 geprüft wird, ob es sich beim Behindertenfahrdienst um eine Kantons- oder um eine Verbundaufgabe handle.

12.10.2017 :: pd.
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