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Tipps, damit es Wald, Tieren und Menschen gut geht
Tipps, damit es Wald, Tieren und Menschen gut geht Natur:

Mit zehn Verhaltensregeln will die Arbeitsgemeinschaft für den Wald dazu beitragen, Konflikte zwischen Waldbesuchern, Waldbesitzern und der Natur zu entschärfen.

Der Wald wird von immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Interessen genutzt. Das kann zu Konflikten zwischen Waldbesuchern, Waldbesitzern und der Tier- und Pflanzenwelt führen. «An sogenannten Runden Waldtischen diskutieren wir aktuelle Waldthemen, die vom Vorstand oder von unseren Mitgliedern vorgeschlagen werden. Ein Dauerbrenner ist die Frage, wie man Konflikte im Wald vermeiden kann. So entstand die Idee für einen Wald-Knigge», berichtet Brigitte Wolf, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für den Wald (AFW). Die gesamtschweizerische Organisation hat 28 Mitgliedorganisationen und verfolgt das Ziel, Konflikte rund um den Wald zu erörtern und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Während eines Workshops erarbeiteten 20 Mitgliedorganisationen gemeinsam einen Wald-Knigge mit zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch (siehe Kasten). 

Nachfrage grösser als erwartet

Die Verhaltensregeln im Wald-Knigge seien bewusst positiv formuliert und würden durch Cartoons vom Max Spring aufgelockert, sagt Brigitte Wolf. Es handle sich um eine Art freiwilligen Verhaltenskodex und nicht um Verbote, Gesetze oder Regelungen. «Es geht um gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander.» In einem ersten Anlauf wurden 210’000 Flyer gedruckt, welche sich gemäss Brigitte Wolf guter Nachfrage erfreuen. «Wir erhalten täglich Bestellungen beispielsweise von Waldkindergärten, Forstbetrieben, Gemeinden, Umweltverbänden, Jagd- oder Sportvereinen. Das Echo übertrifft deutlich unsere Erwartungen», freut sich die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für den Wald .

Wirkung soll nicht verpuffen

Der Wald-Knigge sei nur ein erster Schritt, erklärt Brigitte Wolf. Damit die Wirkung nicht verpuffe, seien weitere Schritte notwendig. «Jeder Tipp beinhaltet ein grösseres Thema, welches ausgebaut werden könnte, zum Beispiel mit Faktenblättern oder Veranstaltungen. Davon könnten auch die Gemeinden profitieren, die sich mit gewissen Problemen konfrontiert -sehen.» 

Finanziert wurde der «Knigge» vom Bundesamt für Umwelt sowie den Mit-gliedern der AFW. 

Die zehn Tipps im Wald-Knigge

  • Wir sind als Gast willkommen, je nach Ort und Zeit gelten aber zweckmässige Bestimmungen zum Beispiel bezüglich Naturschutz und Waldbrandgefahr. 
  • Wir geniessen die Ruhe und Langsamkeit. Im Wald gilt ein generelles Fahrverbot für Motorfahrzeuge. Für Fahrräder und Pferde gelten je nach Kanton unterschiedliche Bestimmungen.
  • Wir bleiben auf den Wegen. Der Wald ist Lebensraum von Pflanzen und Tieren.
  • Wir beschädigen nichts und hinterlassen nichts.
  • Wir fragen nach, bevor wir etwas installieren. 
  • Wir achten auf die Forstarbeit.
    Wir halten uns auch am Wochenende an die Absperrungen.
  • Wir sind uns der Gefahren in der Natur bewusst.
  • Wir halten Hunde unter Kontrolle. Wir riskieren nichts. Die Leine hilft jederzeit.
  • Wir sammeln und pflücken mit Mass.
  • Wir respektieren die Nachtruhe im Wald. Wir verbleiben auf den Wegen und vermeiden Lärm und störendes Licht. 

10.01.2019 :: Veruschka Jonutis
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