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Stüüre hei viu ir Nachbargmein zaut
Stüüre hei viu ir Nachbargmein zaut

Woni im Latärnegrabe ha gforschet, isch mir ufgfaue, dass me im hingere Teu vom Heimisbach d Stüüre nid a ds Schloss Trachsuwaud het zaut, sondern meischtens a d Herrschaft Sumiswaud, auso a Dütschritterorde. Eigentlich sy das Mönche gsy, auso es Chloschter. Aber die Mönche sy bewaffnet gsy, e so öppis wie Ritter-Mönche. Wie me das mit dr chrischtliche Religion cha erkläre, weiss i nid, aber dr Papscht het chönne! 

Die Ritter-Mönche hei d Chrieger uf de Chrüzzüg betröit. Die Chrüzzüg sy am 17. Novämber 1095 vom Papscht Urban II usgrüeft worde. Aui Ritter vo Europa söue uf Paläschtina ga u d Muslim us däm Land vertribe. Dr Papscht het de Chrischte dä Chrüzzug aus Piugerfahrt verchouft u aune, wo gö, es bsungerbar guets Plätzli im Paradies versproche. Dr Dütschorde (Orde vo de Brüeder vom Dütsche Spitau Sankt Mariens z Jerusalem) isch am 19. Februar 1199 gründet worde. Wo du das mit em Heilige Chünigriich vo Jerusalem afe no nüt isch worde, het dr Dütschorde houptsächlech im Bautikum (Pole, Litoue, Lettland) dr Räschte vo de heidnische Vöuker mit em Schwärt chrischtianisiert. 

Dä Orde gits gäng no, sit 1929 isch es e rein religiöse u katholische Orde mit Sitz z Wien.

So ne Chloschteraalag (me seit dene Chloschter-Burge «Kommende») isch 1225 vom Lüthold vo Sumiswaud gründet worde. Er het e Teu vo sim Gebiet däm Orde abträtte u dr Räschte, ds Schloss Trachsuwaud, bhaute. Dr Jonas Glanzmann het use-gfunge, dass dä Lüthold denn, wo är das Land em Dütschorde het gschänkt, uf eme Chrüzzug isch gsy. Die Dütschritter hei das Chloschter o bis zur Reformation gha, me cha säge, dass näbe dr Gmein Sumiswaud u dr Gemein Dürrerroth äbe o der hingerscht Teil vom Heimisbach zur Herrschaft vor Kommände Sumiswaud het ghört. Nach dr Reformation ist zwar ds Gebiet reformiert worde, aber dr Dütschorde het me nid chönne enteigne. Die hei die Herrschaft ersch über hundert Jahr speter am Staat Bärn verchouft. 


 

21.12.2017 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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