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«Spitzensport: Der Zweitplatzierte ist schon ein Verlierer»
«Spitzensport: Der Zweitplatzierte  ist schon ein Verlierer» Schüpfheim:

An der Verleihung der Sportawards 2018 in der Kantonsschule, Gymnasium Plus brachte ein Talk Licht in die Zusammenarbeit von Sportlern, Schule und Ausrüster.

«Wer siegen will, macht keine langen Sätze». Mit diesem Zitat von Roger Federer eröffnete Andreas Jöhl, Prorektor der Kantonsschule Schüpfheim, die Podiuamsdiskussion. Diese setzte sich mit dem Thema «Erfolgsfaktoren im Leistungssport, Bereich Schneesport, auseinander. Walter Schaller, Verkaufsleiter bei Stöckli Swiss Sports AG, betonte, dass für den Erfolg im Materialsektor jedes kleinste Detail entscheidend sein könne. «Die Fahrer machen enorm Druck und da kann es vorkommen, dass wir noch um zwei Uhr nachts zur Beseitigung von Mängeln am Tüfteln sind». Aus der Sicht der Sportler sei der Zweitrangierte bereits ein Verlierer. «Werbemässig sind für unsere Produkte vor allem Siege Gold wert», fügte er an.

Aus dem System ausbrechen

Carole Bissig, Nachwuchsskifahrerin aus Grafenort bei Engelberg und Mitglied des B-Kaders von Swiss Ski, hat sich diesen Winter im Weltcupslalom zwei Mal in den Top-20 klassiert und an den Schweizermeis-terschaften im Slalom den zweiten Rang erreicht. Am Start sei sie immer nervös und hoffe, alles für den Erfolg Notwendige abrufen zu können. «Wenn es nicht so gut läuft, muss man die Frechheit haben, aus dem System auszubrechen und einfach locker drauflosfahren», erläuterte sie ihre Taktik.

Zeit für die Schule und den Sport 

Für Oliver Koch, Sportlicher Leiter der Sportmittelschule Engelberg, ist es schwierig, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. «Die Schneesportler sind von jährlich etwa 185 Schultagen bis zu 110 Tage unterwegs. Dieser Umstand erfordert viele individuelle Lösungen», meinte er. Für ihn ist deshalb ein gutes System zur Förderung der Athleten zentral. Ausschlaggebend für den Erfolg seien für ihn aber besonders der Spass an der täglichen, harten und zielgerichteten Arbeit. Dem pflichtete Carole Bissig bei: «Ohne Freude kannst du nicht erfolgreich trainieren und Wettkämpfe bestreiten», meinte sie zum Schluss. 

Nachwuchssportler und -sportlerinnen 2018

Das Gymnasium Plus anerkennt mit der Verleihung von Sport-Awards aussergewöhnliche Sportleistungen neben der Schule. «Alle Nominierten sind mit Leib und Seele im Leistungssport dabei und es ist für uns Lehrpersonen ein besonderer Ansporn, sie im Sport und in der Schule zu fördern», sagte Sascha Portmann, der die jungen Talente als Sportkoordinator am Gymnasium Plus begleitet. Die Wahl erfolgte durch ein Expertengremium.

Männer: Valentin Egli (Baar) und Noel Knüsel (Cham). Beide haben Jahrgang 2000 und erreichten mit GC Zürich den Schweizermeistertitel und den Cupsieg im Unihockey, Kategorie U18.

Frauen: Esmée Böbner, Jahrgang 1999, ist Mitglied des Nationalkaders Beachvolleyball. Bei den Schweizermeisterschaften der Elite erreichte sie den vierten Rang. Topten-Platzierungen resultierten an den U20-Europameisterschaften in Italien und U21-Weltmeisterschaften in China.

Public Award (Die Rangierung erfolgte online durch die Bevölkerung): Michelle Frei, Flühli, Jahrgang 2000. Sie betreibt Golfsport und hat erste Ränge im Interclub Damen A2 und am Migros Junior Major erreicht.



10.05.2018 :: Walter Marti
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