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Spital Emmental: Das 111 Millionen teure Projekt ist abgeschlossen
Spital Emmental: Das 111 Millionen  teure Projekt ist abgeschlossen Emmental:

Nach einer gut zweijährigen Bauzeit ist das neue Bettenhaus beim Spital Burgdorf bezugsbereit. Am vergangenen Wochenende wurde es der -Öffentlichkeit präsentiert.

«Das Spital muss und will wachsen», erläuterte Verwaltungsratspräsidentin Eva Jaisli die Strategie der Führung des Spital Emmental. «Wir entschlossen uns 2010 zu einer Vorwärtsstrategie. Die demografische Entwicklung und das Bedürfnis, auch im Alter möglichst wohnortsnah medizinische Unterstützung zu erlangen, zwingt uns zum Wachstum.» Steigende Patientenzahlen seien da aber nur ein Indiz. Es sei ausserdem im Interesse der ganzen Region, sowohl für die zuweisenden Hausärzte wie für die ganze Volkswirtschaft über starke Spitalstandorte zu verfügen.

Eva Jaisli wehrte sich an der Medienkonferenz gegen die Behauptung, Überkapazitäten zu schaffen: «Wir verfügen im Emmental im Moment über 1,4 Akutbetten pro 1000 Kantonseinwohner. Der Durchschnitt im Kanton liegt bei 2,5, in der Stadt und Agglomeration Bern bei 4,2.» Nach dem Neubau in Burgdorf werde der Wert neu bei bescheidenen 1,8 Betten liegen.

Investitionen in Langnau geplant

CEO Anton Schmid erwähnte nicht nur die Neuerungen am Standort in Burgdorf, sondern wies auch auf die Investitionen in Langnau hin: Dort wurde in den letzten Jahren unter anderem eine moderne Notfallstation realisiert. Die Sanierungs- und Inves-titionskosten in Langnau beliefen sich auf 18 Millionen. Geplant ist für 2018 ausserdem eine Magnetresonanz-Untersuchung, die bisher fehlte. Dem gegenüber stehen die Investitio-nen am zweiten Standort Burgdorf mit 111 Millionen. Speziell war die Finanzierung des Projekts. Schmid: «Da wir kein Geld vom Kanton für das Bauvorhaben erhielten, mussten wir den Bau durch Anleihen am Finanzmarkt decken.» Das Spital Burgdorf sei das erste öffentlich-rechtliche Spital im Kanton Bern, das auf privater Basis seine Bauvorhaben finanziere. Natürlich müssten deshalb auch in Zukunft Erträge realisiert und dementsprechend kostengünstig und effizient gearbeitet werden. Nicht rütteln werde man aber auch in Zukunft an den zwei Standorten Langnau und Burgdorf: Der Spezialist wandere zu den Patienten, nicht umgekehrt.

Mehr Platz für Notfälle

Eine echte Herausforderung war für Projektleiter Hans-Ruedi Gmünder sowie Architekt Andreas Lüscher neben dem fixen Kostendach das «Bauen unter laufendem Betrieb». Der Neubau beherbergt neben mehreren Ambulatorien unter anderem vier Pflegeabteilungen mit insgesamt 132 Betten, die hausärztliche Notfallpraxis, den Notfall mit Schock- und Gipsraum sowie die Arbeitsräume des Rettungsdienstes mit Einstellplätzen für vier Ambulanzfahrzeuge. Vier neue Operationssäle ergänzen zwei bisherige im Altbau, die bis 2019 ebenfalls rundum erneuert werden. Auf einem Rundgang konnte man sich ein Bild von den neuen Räumen machen. 

Eine riesige Verbesserung verspricht sich Dr. Felix Nohl, Leiter Notfall, von den neuen Notfall-Räumen. Aber auch hier seien Wartezeiten leider unvermeidbar, stellte er schmunzelnd fest.



Freuen sich über das gelungene Bauprojekt: Anton Schmid, Beat Jost, Eva Jaisli, Hans-Ruedi Gmünder, Andreas Lüscher (von links).
11.01.2018 :: Kathrin Schneider
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