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Sorgen auf und neben dem Eis
Sorgen auf und neben dem Eis SCL Tigers:

Weil am kommenden Wochenende im Zürcher Hallenstadion die Pferdeshow «Apassionata» stattfindet, treten die SCL Tigers bereits heute Donnerstag zum Auswärtsspiel bei den ZSC Lions an. Die Erfolgsaussichten sind bescheiden: Von ihren letzten 17 Besuchen in Oerlikon haben die Langnauer 16 verloren. Ähnlich desolat wie diese Statistik, präsentierten sich die Tigers am vergangenen Samstag im Schlussdrittel gegen Lausanne. 0:4 ging dieses verloren, und die Partie, in welcher die Emmentaler bei Spielhälfte noch mit 3:0 vorne lagen, endete mit einer vollkommen unnötigen 3:5-Niederlage. Als Folge dessen liegt man in der Rangliste nun drei Punkte unter, statt einem Punkt über dem Strich.

 Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten. Mit Verteidiger Miro Zryd und Stürmer Yannick-Lennart Albrecht werden zwei Leistungsträger den Verein am Ende der Saison verlassen. Während der 23-jährige Zryd, der in dieser Spielzeit einen grossen Schritt vorwärts gemacht hat, für zwei Jahre beim EV Zug unterschrieben hat, will der gleichaltrige Albrecht seinen künftigen Arbeitgeber noch nicht verraten. Tigers-Sportchef Reber sagt zu den beiden Abgängen: «Mein Bauchgefühl sagte mir schon, dass sie eher nicht bleiben werden. Es ist schade, aber so läuft das Business.» Obwohl Langnau den beiden Spielern eine Lohnerhöhung offerierte, lehnten sie ab. «Das Geld war jedoch überhaupt nicht entscheidend», sagt Reber. «Beide begründeten ihren Entscheid mit einer neuen Herausforderung, welche sie annehmen wollen.» Es muss frustrierend sein, immer wieder Talente zu verlieren, weil die Konkurrenz entweder mehr Geld und/oder bessere Perspektiven bietet. Oder, Jörg Reber? «Frust ist das falsche Wort», so der Sportchef. «Klar bin ich enttäuscht. Aber ich weiss, welche Mittel ich hier zur Verfügung habe. Und damit gilt es, das Beste zu machen.» 

Während für Verteidiger Zryd mit Andrea Glauser von Freiburg schon Ersatz bereitsteht, wird es ungleich schwieriger sein, Center Albrecht zu ersetzen. «Es wird vermutlich in die Richtung gehen, dass wir ihn mit einem anderen jungen Spieler ersetzen werden», sagt Jörg Reber.

 Desweitern bekunden die SCL Tigers zwei neue Verletzte. Benjamin Neukom wurde im Spiel gegen Lausanne von einer Schlittschuhkufe getroffen und musste im Gesicht genäht werden. Sein Ausfall dürfte aber nicht allzu lange dauern. Anders sieht es bei Emanuel Peter aus. Beim Center der vierten Linie wurde eine Verletzung am Sprunggelenk diagnostiziert. Die Ausfallzeit wird auf vier bis sechs Wochen geschätzt.

23.11.2017 :: Christoph Schär
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