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Siuberwyde, Salwyde u eifach Wyde

Wohär chönnt äch dr Ortsname «Fälbe» cho? Villech vo «falb»? Das isch es auts Wort, wo äue nume dank dr Vehzucht bis hüt überläbt het. Hüt sy öppe Chüe no «falb»; vor auem d Simmitaler. «Falb» stammt vom authochdütsche «falo» ab u das meint nid nume «blond» sondern o «bleich». We d Matte, wie i dere Zyt, nümme satt grüen usgseh, sondern matt wärde, so het me däm früecher o gseit: «es fälbet».

Itz steut sech natürlech d Frag, was bi de Heimet «Fälbe» eso häu isch gsy, dass die dä Name hei übercho. Me fingt die i de Gmeinde Trachsuwaud u Rüegsou. Dr «Fäubenacher» gits z Obergoudbach u es «Fäubmoos» z Oberdiessbach. 

Itz isch es eso, dass die Ortsnäme nid diräkt vo «falb» abstamme, sondern vom mittuhochdütsche Wort «vëlwe» ab. Das Wort isch de usem authochdütsche «falo» entstange, wo, wie gseit, «blond» oder «bleich» meint. Itz sy mer viu wyter, wärdet dir nech säge. I wott nech aber nümm lenger uf d Foutere spanne: Das Wort meint Wyde, gnau gno d «salix alba» – d Siuberwyde. Die Büsch oder chlinere Böim sy wäg de uffäuig häue Bletter u wäg dr häue Rinde eso touft worde. 

Offebar hets a dene Orte, woni obe ufzeut ha, viu vo dene Siuberwyde gha. Die Näme sy o aui autbeleit. «Fälbe» z Trachsuwaud isch scho im Sumiswauder Urbar vo 1530 erwähnt u zwar aus «fälbwenn».

Wem e vo «Fäube» ume ache geit u när bir Ortsschaft «Thau» a die angeri Syte ueche, de gits uf haubem Wäg uf Sumiswaud ds Heimet «Salbüeu». Luschtigerwys meint «Sal» o grad e Wyde – d Salwyde äbe. Für die, wo chli gneuer wei wüsse: Das wär itz d «salix caprea». Ds Wort «sal» isch o ganz einfach usem latinische «salix» entstange. 

E guete Kilometer nordöschtlech, scho fasch bi Wase, fingt me de no e dritte Ort, wo beschtens hie drzue passt: «Ober-» u «unger Wyde». Uf d Dütig chani ja hie verzichte. Offebar isch «Wyde» scho lang dr Oberbegriff für die Pflanzeart. Scho i dr mittuhochdütsche Sprach hets das Wort gä. Es stammt vom no eutere «wida» ab, u das meint «die Biegsami». Scho denn het me us dene Escht Chörb, Chrätte u angere Züüg korbet.  


 

30.11.2017 :: Bruno Zürcher
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