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Schulhaus Windbühlmatte erhält einen Anbau
Schulhaus Windbühlmatte erhält einen Anbau Escholzmatt-Marbach:

 

Das Schulhaus Windbühlmatte erhält einen Anbau und wird saniert. Die Gemeindeversammlung vom Freitag hat einen Kredit von 2,9 Millionen Franken genehmigt.

 

Mit dem Kredit über 2,9 Millionen legte der Gemeinderat den Stimmberechtigten die günstigste von vier Varianten vor. Das heisst aber nicht, dass das Bauvorhaben abgespeckt wurde. Viel mehr sei auf Überflüssiges verzichtet worden, orientierte Gemeindeammann Pius Kaufmann. «Was wir aber anpacken, das machen wir richtig.» Die Räume für zwei Kindergartenklassen werden im Erdgeschoss eines Anbaus untergebracht. Im Obergeschoss entstehen ein zusätzliches Klassenzimmer samt Gruppenraum. Von der Architektur her orientiert sich der Anbau am Stile des bestehenden Gebäudes. Dieses ist 37-jährig und hat Sanierungsbedarf. Die Fassade wird besser isoliert und mit neuen Holz-Metall-Fenstern versehen. Auch das Dach wird erneuert: mit einer besseren Wärmedämmung und neuer Eindeckung. 

«Es darf nicht teurer werden»

Die energetische Sanierung am -Mensatrakt kostet alleine knapp 1,5 Millionen Franken. Für den Anbau rechnet der Gemeinderat Escholzmatt-Marbach mit Kosten von gut 1,4 Millionen. Gemeindeammann Kaufmann machte darauf aufmerksam, dass lediglich 50’000 Franken als Reserve eingerechnet seien. Dies obwohl die von Fachleuten errechneten Baukosten eine Genauigkeit von plus-minus 20 Prozent aufweisen würden. «Es darf einfach nicht mehr als 2,9 Millionen Franken kosten», hielt er klipp und klar fest. Die 144 Bürgerinnen und Bürger, welche die Gemeindeversammlung im Gemeindesaal in Marbach besuchten, genehmigten den Sonderkredit einstimmig. 

Der Gemeinderat Escholzmatt-Marbach wird den Stimmberechtigten schon bald weitere Kreditbegehren für Investitionen in Schulliegenschaften beantragen. Der grösste Brocken wird dabei das Schulhaus Pfarrmatten bilden. In der Investitionsrechnung für das kommende Jahr sind 100’000 Franken als Planungskredit vorgesehen. Für das Bauprojekt beim Schulhaus Pfarrmatten hat der Gemeinderat in den Jahren 2019 bis 2022 insgesamt 6,75 Millionen Franken eingestellt. 

Der Voranschlag 2018 rechnet bei einem Umsatz von 32,4 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 98’490 Franken, dies bei einer unveränderten Steueranlage von 2,20 Einheiten. 

Die SVP hat Bedenken bezüglich einer schleichenden Verschuldung der Gemeinde und wollte eine Schuldenbremse einführen. 85 Prozent der Stimmberechtigten lehnten den Antrag der SVP jedoch ab (siehe Bericht auf Seite 1, linke Spalte). Die Zahlen des Voranschlags 2018 der Gemeinde Escholzmatt-Marbach präsentieren sich auch leicht rot, weil der Kanton Luzern in finanzielle Nöte geraten ist. Gemeindeammann Pius Kaufmann, der seinerseits auch im Kantonsparlament politisiert, rechnete vor, dass die Gemeinde pro Sekschüler 117 Franken mehr zahlen müsse, weil die Kantonsbeiträge tiefer ausfallen. Auch muss die Gemeinde während zweier Jahre je 400’000 Franken  mehr an die Sozialwerke EL, AHV und IV beisteuern wegen kantonaler Sparmassnahmen. Es gibt aber auch Lichtblicke. So würden die Erträge bei den Steuern im laufenden Jahr eine positive Entwicklung aufzeigen, orientierte der Gemeindeammann. 

Einbürgerungswillige stellen sich vor

Ganz zu Beginn der Versammlung konnte man ein Schauspiel bestaunen, dass man sonst in keiner Gemeinde im Gebiet der «Wochen-Zeitung» mehr zu sehen bekommt. 

Vier einbürgerungswillige Personen – eine dreiköpfige Familie aus dem Kosovo sowie eine junge Frau mit Wurzeln in Eritrea – stellten sich mit zittriger Stimme den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern vor. Gemeindepräsident Fritz Lötscher, welche auch die Einbürgerungskommission präsidierte, unterstützte die vier Menschen bei ihrem Auftritt im vollen Gemeindesaal von Marbach. Auch hielt er ausdrücklich fest, dass alle Personen mehrere Tests absolviert hätten und dass die beiden Erwachsenen werktätig seien, beziehungsweise das Kind und die junge Frau die Schule besuchten. Auch habe eine Delegation der zuständigen Kommission die Leute daheim besucht. 

Die vier Menschen hatten nach ihrer Vorstellung den Raum zu verlassen. Der dreiköpfigen Familie aus dem Kosovo wurde bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen das Bürgerrecht der Gemeinde Escholzmatt-Marbach verliehen. Bei der 15-jährigen Frau meldeten die Stimmenzähler drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen. 

07.12.2017 :: Bruno Zürcher
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