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Schule: Die Gemeinden Trubschachen und Trub wollen zusammenspannen
Schule: Die Gemeinden Trubschachen und Trub wollen zusammenspannen Trub:

Der Gemeinderat orientierte an der Gemeindeversammlung über den Stand der Schulplanung. Führen in Zukunft Schulwege talabwärts oder auch talaufwärts?

«Warum immer mehr zentralisieren, die Aufgaben flussabwärts nach Langnau auslagern? Man könnte sich einmal in umgekehrter Richtung entwickeln», meinte ein Votant anlässlich der Orientierungsversammlung des Gemeinderates zum Stand der Schulplanung Anfang 2017. Genau das haben nun die breit angelegten Arbeiten in Workshops, Arbeitsgruppen, Schulkommissionen und Gemeinderäten von Langnau, Trub und Trubschachen ergeben.

Modell mit durchlässiger Oberstufe

In Trub, an der von 38 Personen besuchten Gemeindeversammlung – exakt 1000 Stimmberechtigte blieben zu Hause – orientierten Gemeinderätin Rosmarie Fankhauser und Co-Schulleiter Matthias Pfister über den Stand des Projektes Schulplanung Sekundarstufe I. «Nach vielen Vorarbeiten haben sich Gemeinderat und Schulkommission von Trub – wie auch jene von Langnau und Trubschachen – für ein Modell mit einer durchlässigen Oberstufe entschlossen. Wir möchten nicht noch zusätzliche 7.- bis 9.-Klässler nach Langnau schicken und verfolgen deshalb eine gemeinsame Lösung mit Trubschachen», meinte die Gemeinderätin.

«Geben und Nehmen»

Matthias Pfister stellte die im Vordergrund stehende Variante einer neuen Schulstruktur vor. In Trubschachen könnte die Oberstufe unter einem Dach unterrichtet werden. Im Gegenzug würde die Mittelstufe in Trub und Fankhaus angeboten. Kindergarten und Unterstufe würden wie bisher dezentral betrieben werden. Für die Kinder von Kröschenbrunnen wäre eine Lösung in Trubschachen denkbar. «Das wäre eine freundnachbarschaftliche Lösung. Man gibt etwas und bekommt etwas. Beide Gemeinden würden gestärkt», bilanzierte er. Von der angestrebten Regelung verspreche man sich dank Durchlässigkeit und differenzierten Angeboten nicht nur mehr Chancen für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch vernünftige Schulwege, Vorteile bei der Rekrutierung von Lehrpersonen sowie Stabilität für die Schulen und Schulleitungen. Zudem würden dabei weder halbleere Schulhäuser betrieben noch würden Neubauten erforderlich. Das dürfte sich auch finanziell positiv auswirken, erklärte er.

Die lebhafte Diskussion drehte sich um Schülerzahlen, Durchlässigkeit, Schulraum, Lehrkräfteausbildung, Schulwege und das Oberstufenzentrum Langnau. «Alles bewegt sich, auch die Schule und in diesem Bereich haben wir in der Gemeinde ja viel Erfahrung», fasste Gemeindepräsident Peter Aeschlimann das Thema Schulplanung zusammen. Die eingesetzte Arbeitsgruppe Trub-Trubschachen werde nun die im Vordergrund stehende Variante weiterverfolgen. Es gelte dann insbesondere die Eltern von den Vorteilen der vorgeschlagenen Lösung zu überzeugen; die Kinder würden sich erfahrungsgemäss rasch anpassen. Ein neues Schulmodell sei dereinst durch die Gemeindeversammlung zu beschliessen, erklärte er das weitere Vorgehen.

Budget mit kleinem Gewinn

Das Budget 2018 sieht für den -Gesamthaushalt bei einem Aufwand von 5,3 Millionen Franken einen kleinen Gewinn von 6000 Franken vor. Die Gemeinde budgetiert für das Jahr 2018 Investitionen von netto 878’000 Franken. Die Steueranlage bleibt mit 1,84 Einheiten unverändert, ebenso die Liegenschaftssteuern mit 1,4 Promille des amtlichen Wertes. «Wir haben eine Pro-Kopfverschuldung von Null. Wir könnten deshalb auch etwas wagen und für die Jungen etwas tun», bilanzierte Ernst Kohler, Gemeindeschreiber und Finanzverwalter, die finanzielle Situation der Gemeinde. Vorstösse für den Bau einer Turnhalle seien von Vereinen bereits eingegangen und der Gemeinderat würde sich mit diesem Thema befassen, ergänzte er.



14.12.2017 :: Walter Marti
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