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Schülerinnen und Schüler eröffneten das Tanzfest
Schülerinnen und Schüler  eröffneten das Tanzfest Hasle:

Eine Schulklasse reiste am vergangenen Freitag nach Bern, um mit über 600 anderen Kindern mit einem Eröffnungstanz den Startschuss für das Tanzfest Bern zu geben. 

Ganz aufgeregt springen sie an diesem Freitagmorgen über den Waisenhausplatz, die Kinder der 5. und 6. Klasse aus Hasle. Sie haben gerade den ersten Tanz an der Eröffnung des Tanzfestivals in Bern hinter sich. «Wir waren viel zu schnell», stellt die zwölfjährige Joscheba Christen etwas enttäuscht fest. Einen Versuch haben sie noch, die Bewegungen der Geschwindigkeit des Tanzes anzupassen. Rund 640 Kinder aus 32 Schulklassen, Erst- bis Neuntklässler, sind im Rahmen des Welttanztags aus 25 Orten nach Bern gereist, um am Eröffnungstanz teilzunehmen. «Das ist ganz normal, dass man beim Auftritt schneller tanzt als beim Üben», beschwichtigt Maja Brönnimann. Das sei dem Adrenalin geschuldet. Die Tänzerin und Tanzpädagogin hatte die Choreographie im Rahmen des Welttanztages vom 29. April mit den Kindern vor den Frühlingsferien während 90 Minuten eingeübt. Danach war die Klasse auf sich gestellt. Joscheba Christen und vier weitere Kolleginnen hatten den Lead übernommen, als es darum ging, den Tanz mit der Klasse einzuüben. 

Zuerst war es schwierig

«Nach den Ferien hat niemand mehr genau gewusst, wie der Tanz geht», erzählt Isabella Visarius (12) an diesem Freitagmorgen auf der Zugfahrt von Hasle-Rüegsau nach Bern. So habe sie zusammen mit Joscheba und den drei anderen Mädchen während der Musikstunde die Choreographie aus ihren Erinnerungen wieder zusammengestellt. «Zunächst war der Tanz schwierig», erinnert sich ihre Kollegin, die elfjährige Céline Wingeier. Ihre Kollegin Patricia Bolzli (12) pflichtet ihr bei. Mit der Zeit hätten sie die einzelnen Schritte aber im Griff gehabt, dann sei es nicht mehr schwierig gewesen. 

Doch noch mit Spass

Die Knaben zeigen sich auf dem Weg nach Bern noch nicht so begeistert von dem Ganzen. Ein Schulterzucken hier, ein «geht so» da kommen auf die Frage, ob es ihnen Spass gemacht habe, den Tanz zu üben. «Immerhin haben wir heute keine Schule», sagt Robin Christen und grinst. In Bern haben er und seine Kollegen dennoch Spass an den tänzerischen Bewegungen. Zwischen den beiden Auftritten tanzt er mit seinem Kollegen Silvan Kuhn einen Paartanz – die beiden krümmen sich vor Lachen. Zudem trumpft einer der Knaben mit einem schnellen Tanzschritt auf, bei welchem er die Hüfte asynchron zu den Händen hin und her schwingt. Einige Mädchen und Knaben versuchen, es ihm nachzumachen. «Nicht so schnell», ruft eine, und die Kinder versuchen erneut, den nun langsameren Bewegungen des Vortänzers zu folgen. 

Hunderte Hände in der Höhe

Damit sind die Schülerinnen und Schüler an diesem kalten Freitagmorgen wieder aufgewärmt für den zweiten Durchgang. Zwischen den anderen Kindern schwingen sie die Hüfte, hunderte Hände recken sich in die Höhe, ehe sie vor der Brust verschränkt und danach in die Hüfte gestemmt werden. Es folgen schnelle Schritte nach vorn, ein Kick und ein Kunststück am Boden. «Ja, es war schon besser», sagt Joscheba Christen nach dem zweiten Tanz. Auch die anderen Kinder sind mit dem Resultat zufriedener. Sie treten den Rückweg nach Hasle-Rüegsau jedenfalls gut gelaunt an. 

Tanzen erlebbar machen

«Es geht darum, den Kindern das Tanzen näher zu bringen», erklärt Maja Brönnimann. Sie und ihre Kolleginnen, Lucía Baumgartner und Regula Mahler, haben über hundert Workshops mit den Klassen durchgeführt. In den Tanzworkshops soll das Tanzen erlebbar gemacht werden und für mögliche Tanzprojekte von Bildung und Kultur des Kantons Bern sensibilisieren, steht in der dazugehörenden Mitteilung. Zudem sei über das Tanzen gesprochen worden: «Was ist Tanz? Wieso tanzen wir?» 

Am diesjährigen internationalen Tanztag wurde die Botschaft der im vergangenen Jahr verstorbenen Trisha Brown vermittelt. «Der Tanz kommuniziert und erweitert die universelle Sprache der Kommunikation, indem er Freude und Schönheit gebiert und das menschliche Wissen vertieft», heisst es in der Botschaft zum Welttanztag. 


10.05.2018 :: Cornelia Jost
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