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Schräglage
Versöhnliches Ende nach chaotischer Vorbereitung:

 

«Der Zweite ist der erste Verlierer», meinte einst der legendäre Formel-1-Teamchef Ron Dennis (McLaren) abwertend über den undankbaren zweiten Platz. Thomas Lüthi zeigte sich am vergangenen Sonntag beim Auftakt in Katar versöhnlich. Platz zwei beim Grand Prix der Moto2-Klasse hinter dem Italiener Franco Morbidelli war am Ende eine positive Überraschung - nach der mehr oder weniger turbulenten Vorbereitung auf die Saison. «Nach den ziemlich
chaotischen Wintertests mit vielen Stürzen bin ich natürlich sehr zufrieden mit diesem Einstieg. Ich bin gut dabei
», sagte der Emmentaler nach dem Rennen. In der Tat: Beim Wüsten-GP in Katar stand Lüthi bereits zum sechsten Mal auf dem Podest, zum fünften Mal seit 2013 in Serie. Vergangenes Wochenende schaffte Lüthi den Sprung auf das Podest mit dem Vorjahresmodell von Kalex. Mit diesem Motorrad gewann Lüthi vergangene Saison drei der sieben letzten WM-Läufe und somit auch die Vizeweltmeisterschaft der Moto2-Klasse hinter dem Franzosen Johann Zarco, der nun in der Königsklasse MotoGP unterwegs ist. Lüthi hatte sich erst kurz vor dem Auftakt-GP zum Umstieg auf die Vorgänger-Kalex entschieden, welche deshalb kurzum noch aufgebaut werden musste, wie Teamchef Fred Corminboeuf erklärte.  Lüthi war nach den Test noch keine Einheit mit dem 2017er-Motorrad: Der Tank der neuen Kalex liegt etwas höher, dadurch ändert sich die Sitzposition, womit sich auch der Schwerpunkt der Maschine ändert. Faktoren, die zum «guten Gefühl» eines Fahrers für seine Maschine beitragen – und im Endeffekt auch zur Sicherheit. «Ich habe mich im Rennen von Beginn an wohl gefühlt. Als ich merkte, dass ich Morbidelli nicht folgen konnte, konzentrierte ich mich auf meinen Verfolger Nakagami», erklärte Lüthi den Rennverlauf. Voilà: Angekommen, Podest, Punkte – mehr braucht es bei einem WM-Auftakt noch nicht.

 

 

Der GP-Report Katar

 

• Das Klassement des Moto2-Rennens: 1. Franco Morbidelli (It), Kalex, 107,6 km oder 20 Runden in 40:18,480 Minuten (=160,1 km/h; 25 WM-Punkte). 2. Thomas Lüthi (Sz), Kalex, 2,681 Sekunden zurück (20 WM-Punkte). 3. Takaaki Nakagami (Jap), Kalex, 3,304 (16). 4. Miguel Oliveira (Por), KTM, 3,584 (13). 5. Alex Marquez (Sp), Kalex, 11,226 (11). 6. Luca Marini (It), Kalex, 13,747 (10). 7. Fabio Quartararo (Fr), Kalex, 13,988 (9). 8. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 17,465 (8). 9. Xavi Vierge (Sp), Tech3, 17,477 (7). 10. Axel Pons (Sp), Kalex, 17,767 (6). 11. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 17,802 (5). 12. Francesco Bagnaia (It), Kalex, 18,090 (4). 13. Danny Kent (Gb), Suter, 19,323 (3). 14. Jesko Raffin (Sz), Kalex, 22,798 (2). 15. Xavier Simeon (Be), Kalex, 24,009 (1). 33 Fahrer gestartet, 29 klassiert.

 

• Schnellste Runde: Morbidelli, 6. Runde in 2:00,087 Minuten (=161,2 km/h).  

• Qualifikation (= Startaufstellung)*:  1 Morbidelli, 5,380 km oder 1 Runde in 2:00,349 Minuten (=160,9 km/h). 2 Marquez, 0,023 Sekunden zurück. 3 Lüthi 0,073. 4 Nakagami 0,153. 5 Oliveira 0,206. 6 Kent 0,219. 7 Aegerter 0,425. 8 Vierge 0,442. 9 Bagnaia 0,444. 10 Quartararo 0,457. Ferner: 16 Raffin 0,650. - *Ermittelt durch die besten Rundenzeiten in den drei Trainings am Freitag und Samstag, da die Qualifikation aufgrund von Regen nicht gefahren wurde.

 

• WM-Zwischenklassement nach 1 von 18 Rennen: 1. Morbidelli, 25 Punkte (1 Sieg). 2. Lüthi 16. 3. Nakagami 16. 4. Oliveira 13. 5. Marquez 11. 6. Marini 10. 7. Quartararo 9. 8. Baldassarri 8. 9. Vierge 7. 10. Pons 6. 11. Aegerter 5. 12. Bagnaia 4. 13. Kent 3. 14. Raffin 2. 15. Simeon 1.

 

• Nächster GP: 9. April in Termas de Rio Hondo (Argentinien)



30.03.2017 :: Werner J. Haller
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