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Schmunzeln und sinnieren inklusive
Möschberg:

Roland Ducommun hat seine Latrinen-Geschichten, die er als Kolumnen für die «Wochen-Zeitung» schrieb, in einem Büchlein zusammengefasst. Sie verdienen es, gelesen zu werden.

Seit der Jahrtausendwende wird der Möschberg, der ursprünglich als Bäuer-innenschule erbaut wurde, als Seminarhotel geführt. Als Quereinsteiger haben Roland Ducommun und seine Frau Madeleine den Betrieb während einer intensiven Zeit mit viel Herzblut geführt. «Der Möschberg forderte uns heraus», schreibt Ducommun. «Ohne den grossen Anteil an Spass und Freude wäre das Abenteuer Möschberg wohl zum Trauma geworden.»

Auf dem Möschberg lebt man von Gästen. Sie kommen und gehen und hinterlassen Spuren und Eindrücke. Während der Führung des Seminarhotels gaben Begegnungen und Erlebnisse mit Gästen dem Autor immer wieder Stoff zum Aufschreiben. Die kurzen, prägnanten Geschichten von Roland Ducommun sind nun in Buchform erhältlich. Dreissig sind es an der Zahl. Sie eignen sich bestens als Ferienlektüre oder Geschenk; die Kapitel lassen problemlos eine Pause zu. Schmunzeln und sinnieren sind inbegriffen. Die einzelnen Geschichten beginnen jeweils mit einem erfundenen Namen. Sie wurden auf dem Möschberg einzeln in Bilderrahmen gepasst und in allen Toiletten des Hotels an die Wand gehängt. Es soll dort sogar Gäste gegeben haben, die während ihres Aufenthaltes einem wahren «Latrinen-Tourismus» gefrönt haben. Kein Wunder, vielleicht fand man ja seine eigene Story irgendwo an der Wand des Stillen Örtchens.

 

«Latrinengeschichten aus dem Möschberg» von Roland Ducommun, ISBN 978-3-133-639-5

02.08.2018 :: kmb.
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