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Rüebli für ds Büebli – u für d Meitschi o
Vo Früecher:

Spannend isch no d Gschicht vo üsne Rüebli. Es het ursprünglech wyssi Rüebli gää, wo im Mittumeergebiet wiud sy gwachse, die gäube u rotviolette Sorte chöme us Afghanistan u sy über Persie u Spanie nah-dis-nah zu üs cho. Bekannt sy o d Pastinake gsy, wo me o scho zur Zyt vo de Römer het gässe. Pastinake sy äue die «Weisse Rüben» wo d Frou Rytz im Rezäpt Nr. 9 vo ihrem Chochbuech meint. Si tuet die wisse Rüebe i Stäbli schnyde «etwa eines dünnen Fingers dick» u tuet se de im Wasser choche, Sauz u Söi­schmutz chunt grad zersch dry u we si de ling sy, nimmt me e Cheue u tuet e chly Mäu u Chochwasser drzue u tuet das bi de Rüebe dry, ufrüehre u aarichte. Auti Rüebe söu me zersch i heisses Wasser ylege u de das Wasser abschütte. O Rüebchöli het si erwähnt. Me söu se nid z aut la wärde, süsch syge si de zäj – das isch hüt nid angersch! Me söu die i dünni Schibli schnyde, die zarte Blettli im Härz vom Rüebchöli chönn me o choche. 

Bohne sy 1830 no zimli unbekannt gsy. D Frou Rytz schrybt, dass me die Bohne unbedingt müess choche. Zersch tüeg me se es paar mau mit heissem Wasser brüeie u de das Wasser furtschütte. Zum Choche tuet si se zersch im Söischmutz aadämpfe, e fyn gschnitteni Zibele drzue u no chly Mäu. Nachhär Wasser u Sauz drzue u die Bohne mindischtens e Stung lang la choche. 

Üser Bohnesorte chöme fasch aui us Amerika, nume grad d Söibohne (Vicia Faba), me seit hüt ender Acherbohne, chunnt vo hie. Zu dene Söibohne hätti no e Frag: I ha no kes Rezäpt gfunge, wie me die aube het kochet. Mi Grossunggle het aube no settig Bohne pflanzt gha. We öpper das weiss, de chaner sech bi mir mäude!

Söiblueme u Brönnessle: O da het d Frou Rytz es Rezäpt: Si laat haub Söiblueme, haub Brönnessle es paarmau la ufbrüeie u tuet nachhär aus Wasser usepresse. De laat si inere Pfanne Söi­schmutz uus, tuet e chlyni, fyn ghacketi Zibele dry. Nachhär ds Chrut drzue, e chly Sauz, e Löffu Mäu u e tüechtegi Cheue Fleischsuppe. 

D Luxus-Variante gits o no: pro Ässer no es Stiereoug druf! Mit em glyche Rezäpt cha me o Mangoud choche – aues das wo mir im Bärndütsche Chrutstile säge. Grundsätzlech het me früecher bi dene Chrutstile ds Loub o kochet, nid nume d Stile, wie me das hüt meischtens macht. 

11.10.2018 :: Hans Minder, Lokalhistoriker
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