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Ring als Schulhaus ist umstritten
Konolfingen: Ein Ring als Schulhaus im Zentrum kommt bei der IG Schule-mitgestalten nicht gut an. Sie bringt erneut Gysenstein als einer der Schulstandorte ins Spiel.

Am 25. November stimmt Konolfingens Bevölkerung über einen ringförmigen Neubau als Primarschulhaus im Hübeli ab. Als Variante wird auch das Schulhaus Dorf saniert und ins Projekt einbezogen (die «Wochen-Zeitung» berichtete am 18. Oktober ausführlich über das Projekt). 

Gestern Mittwochabend, nach Redaktionsschluss, fand dazu eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Bereits vorgängig stellte die IG Schule-mitgestalten ihre Stellungnahme den Medien zu. Sie spricht sich gegen beide vom Gemeinderat vorgeschlagenen Varianten aus. 31 Millionen Franken für den «goldenen Ring», wie sie das geplante Primarschulhaus nennt, findet sie zu viel Geld. Ein kreisförmiges Gebäude, welches eine fixe Grösse habe und in seiner Form kaum erweitert werden könne, sei wenig flexibel. «Mit 24 Klassen am gleichen Standort erleben die Kinder Dichtestress», lautet einer der zahlreichen Kritikpunkte. Die IG stört sich weiter daran, dass mit diesem Projekt fünf Schulhäuser und drei Kindergärten geschlossen werden sollen. Die Schulhäuser könnten problemlos als moderne Unterstufenstandorte genutzt werden. Dies wäre viel günstiger und nachhaltiger als neu bauen. Zudem würde es vielen Kindern «einen unzumutbar langen Schulweg» ersparen, findet die IG. Die Variante «Dörfli» sei keine echte Variante, da bei der gegebenen Grösse des Rings nicht weniger Raum gebaut werden könne, womit die Kosten nur erhöht würden. 

«Dörfli» und «Gysenstein» sanieren

Die IG hat konkrete Vorstellungen, wie es nach einer Ablehnung der beiden Varianten weitergehen könnte. Sie schlägt einen modularen und für die Zukunft flexiblen Neubau für die gesamte Mittelstufe und Teile der Unterstufe vor. «Die Aussenschulhäuser Dörfli und Gysentein werden saniert und die Basisstufe im ganzen Gemeindegebiet eingeführt, wie bereits an der Urne bestätigt wurde», schreibt die IG weiter. Mit einem Kostendach von 20 Millionen Franken für einen «vernünftigen Neubau im Zentrum» könnten die Ausgaben kontrolliert werden. 

01.11.2018 :: jhk. / egs.
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