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Restprogramm ist nicht entscheidend
Restprogramm ist nicht entscheidend SCL Tigers:

Als die SCL Tigers vor zwei Wochen gegen Genf und Davos innerhalb von 20 Stunden zwei klare Nieder-lagen einstecken mussten, machten sich bei so manchem Fan Sorgen breit. Würde der Mannschaft aus-gerechnet jetzt, in der wichtigsten Phase der Meisterschaft, der Schnauf ausgehen? Sich zum ersten Mal in dieser bis dahin sehr guten Saison eine «Krise» breitmachen? Mit nicht zu erwartenden Auswärtssiegen in Lugano (4:2) und Bern (3:2 nach Verlängerung) wurden diese Fragen eindeutig beantwortet.

Ein bemerkenswertes Gesetz findet damit seine Fortsetzung: Mehr als zwei Niederlagen in Folge leisten sich die SCL Tigers in dieser Spielzeit nicht. Diese Kontinuität ist haupt-ausschlaggebend dafür, dass Langnaus Play-off-Chancen auch nach 40 Runden mehr als intakt sind. Vor den letzten zehn Partien hat die Mannschaft von Heinz Ehlers sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenstrich und ihr Schicksal damit in den eigenen Händen.

Wie immer, wenn sich die «Regular Season» dem Ende zuneigt, werden die verbleibenden Partien der in den Strichkampf involvierten Teams unter die Lupe genommen und anhand dessen geurteilt, wer denn nun die besten Chancen hat, sich für die Play-offs zu qualifizieren. Doch das ist gar nicht so einfach. Ist es für die SCL Tigers wirklich ein Vorteil, die letzten beiden Begegnungen gegen den SC Bern und Lausanne zuhause auszutragen, wenn man weiss, dass sich die Mannschaft mit dem Druck, vor eigenem Publikum siegen zu müssen, in der Vergangenheit immer wieder schwergetan hat? Oder ist es wirklich einfacher, gegen ein Team wie Ambri zu spielen, das noch um jeden Punkt kämpft, als gegen einen Spitzenclub wie den EV Zug, der -gedanklich vielleicht schon in den Play-offs ist und deshalb mit leicht angezogener Handbremse spielt?

Wie auch immer, die SCL Tigers sind gut beraten, wenn sie sich über ihr Restprogramm nicht zu viele Gedanken machen. Denn die letzten vier Spiele haben gezeigt: Ist man nicht richtig bei der Sache und spielt so fehleranfällig wie gegen Genf und Davos, gibt es auch -gegen die vermeintlich schwächeren Teams nichts zu holen. Tritt man dagegen diszipliniert, konzentriert und geduldig wie gegen Lugano und Bern auf, liegen gegen jeden Gegner Punkte drin.

Etwas Gutes hat das Langnauer Schlussprogramm aber auf jeden Fall. In den letzten zehn Partien treffen sie auf keinen Gegner mehr, der davor länger spielfrei und somit ausgeruhter als sie selber ist. Das wird vor allem Trainer Ehlers freuen, der den Spielplan aus diesem Grund zuletzt zum wiederholten Mal als Witz bezeichnet hat. 

07.02.2019 :: Christoph Schär
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