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Rauer Wind bei den SCL Tigers
Rauer Wind bei den SCL Tigers SCL Tigers:

Nach der Niederlage in Kloten hat Trainer Heinz Ehlers die Schraube angezogen. Captain Emanuel Peter sagt, was das bedeutet und wie die Stimmung im Team ist.



Böse Zungen behaupten, Heinz Ehlers gehe zum Lachen in den Keller. Selbst nach Siegen seiner Mannschaft wirkt Langnaus Trainer nur ganz selten entspannt. So zornig wie am letzten Samstag, nach der 0:4-Niederlage beim bis dahin sieglosen EHC Kloten, hat man den Dänen in seiner mittlerweile einjährigen Amtszeit bei den Tigers aber noch kaum einmal erlebt. Von «verdammt dummen Fehlern» sprach er, oder davon, dass es nun einschneidende Veränderungen brauche und die kommenden Tage seinen Spielern keinen Spass machen würden.

Die Unpässlichkeit Ehlers war verständlich. 24 Stunden nach dem ersten Saisonsieg, dem 3:2-Heimerfolg gegen Servette am letzten Freitag, passte bei den SCL Tigers in Kloten nichts zusammen. Oder wie es Captain Emanuel Peter formuliert: «Wir haben unbewusst etwas versucht, was wir gar nicht können. Wir wollten es spielerisch reissen und haben dabei zu wenig konsequent agiert und die kleinen Sachen vernachlässigt.» Vielleicht hat die Mannschaft den Gegner, der zuvor in sechs Partien gerade einmal sechs Tore erzielte, auch einfach unterschätzt. Anders ist der uninspirierte Auftritt fast nicht zu erklären.

Heinz Ehlers jedenfalls hat Wort gehalten. Im Trainingsbetrieb der Langnauer wehte in den letzten Tagen wie angekündigt ein rauer Wind. «Das Training war letzte Woche schon hart. Aber jetzt wurde die Schraube noch einmal angezogen. Wir haben länger und auch härter trainiert und auch nach dem Eistraining noch einmal eine Einheit angehängt», sagt Peter. Er fügt an: «Aber genau das ist auch der richtige Weg.

Die Äusserung seines Trainers, er habe seinen Spielern in den letzten Wochen zu viele Freiheiten gewährt, was nun umgehend geändert werden müsse, mag Peter nicht gross kommentieren. Stattdessen sagt er: «Wir haben nicht das Talent um die Gegner auszutanzen, aber um zu beissen und zu kämpfen. Nach den harten Trainings dieser Woche bin ich überzeugt, dass wir nun wieder dazu bereit sind.»

Eine Steigerung ist gefragt

Den Beweis dafür kann und muss die Mannschaft am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Biel (morgen Freitag) und in der Auswärtspartie in Lugano (am Samstag) erbringen. Trotz ausbleibendem Erfolg ist der Gemütszustand innerhalb der Mannschaft laut Peter noch nicht alarmierend. «Natürlich ist die Stimmung in der Garderobe nicht euphorisch. Jeder ist hässig, dass es nicht läuft. Aber das muss auch so sein. Man muss das Gefühl hassen, zu verlieren. So lange das so ist, ist die Mannschaft intakt.»

Auf welches Personal Heinz Ehlers am Wochenende zurückgreifen kann, steht noch nicht definitiv fest. Goalie Ivars Punnenovs ist nach seiner Adduktorenverletztung wieder einsatzfähig, Yannick Blaser trainiert wieder mit der Mannschaft, sein Einsatz ist aber wie jener von Flurin Randegger weiterhin fraglich.



28.09.2017 :: Christoph Schär
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